Deutscher Wortschatz · C1
Das sind die 1.018 Wörter, die Deutschkurse und Lehrbücher auf Niveau C1 (Fortgeschritten) vermitteln. Jedes Wort hat eine Definition und einen Beispielsatz auf Deutsch, ohne Übersetzung: so, wie Muttersprachler lernen.
| Wort | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| die Abfolge | Die Reihenfolge, in der mehrere Ereignisse oder Schritte nacheinander passieren. | Die Abfolge der Arbeitsschritte ist im Handbuch genau beschrieben. |
| die Abgrenzung | Das klare Trennen einer Sache von einer anderen. | Eine klare Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben fällt vielen schwer. |
| der Abgrund | Sehr tiefe, steile Stelle im Gelände; auch: eine aussichtslose, gefährliche Lage. | Der Wanderweg führt gefährlich nah am Abgrund entlang. |
| die Abkehr | Das bewusste Sich-Abwenden von einer bisherigen Haltung oder Praxis. | Die Firma kündigte eine Abkehr von Kohle und Öl an. |
| die Ablehnung | Ein Nein zu einem Vorschlag, einem Antrag oder einer Person. | Auf meinen Antrag erhielt ich leider eine schriftliche Ablehnung. |
| die Abneigung | Das Gefühl, dass man jemanden oder etwas nicht mag. | Seit seiner Kindheit hat er eine starke Abneigung gegen Spinat. |
| die Abschreckung | Maßnahmen, die anderen Angst machen sollen, damit sie etwas nicht tun. | Hohe Strafen sollen vor allem der Abschreckung dienen. |
| die Abstraktion | Das Absehen vom Konkreten, um das Allgemeine zu erfassen. | Mathematik verlangt ein hohes Maß an Abstraktion. |
| die Abwägung | Das sorgfältige Vergleichen von Vor- und Nachteilen vor einer Entscheidung. | Nach gründlicher Abwägung aller Argumente entschied sich das Gericht dagegen. |
| die Abwanderung | Das Wegziehen vieler Menschen aus einer Region. | Die Abwanderung junger Leute in die Städte macht den Dörfern zu schaffen. |
| die Abwertung | Das Sinken des Werts, besonders einer Währung; auch: herabsetzende Beurteilung. | Die Abwertung der Währung verteuerte alle Importe. |
| der Akteur | Person oder Organisation, die in einem Geschehen aktiv handelt. | Auch kleine Vereine sind wichtige Akteure in der Stadtpolitik. |
| die Ambivalenz | Das gleichzeitige Vorhandensein widersprüchlicher Gefühle oder Bewertungen. | Viele Leser spüren eine gewisse Ambivalenz gegenüber der Hauptfigur. |
| die Anbindung | Verbindung an ein Netz, besonders an den Verkehr oder das Internet. | Das Dorf hat leider keine gute Anbindung an den Nahverkehr. |
| die Andeutung | Ein indirekter Hinweis, bei dem man etwas nicht offen ausspricht. | Sie machte eine vage Andeutung, dass sie bald kündigen wolle. |
| die Anforderung | Etwas, das von jemandem erwartet oder verlangt wird. | Die Stelle stellt hohe Anforderungen an die Sprachkenntnisse. |
| die Anhäufung | Das Sammeln oder Sich-Ansammeln einer großen Menge. | Die Anhäufung von Fehlern im Bericht fiel dem Chef sofort auf. |
| die Anlage | Ein Dokument, das einem Brief beigefügt ist; auch: technische Einrichtung. | Den Lebenslauf finden Sie in der Anlage dieser E-Mail. |
| der Anreiz | Etwas, das jemanden motiviert, etwas Bestimmtes zu tun. | Steuervorteile sollen einen Anreiz zum Kauf von Elektroautos schaffen. |
| die Anschaffung | Der Kauf eines größeren, oft teuren Gegenstands. | Ein neues Auto ist für uns eine große Anschaffung. |
| die Anschuldigung | Die Behauptung, dass jemand etwas Unrechtes getan hat. | Der Minister wies alle Anschuldigungen entschieden zurück. |
| die Anspielung | Indirekter Hinweis auf etwas, das die Zuhörer kennen sollen. | Der Titel des Romans ist eine Anspielung auf ein bekanntes Märchen. |
| die Ansteckung | Die Übertragung einer Krankheit von einem Lebewesen auf ein anderes. | Regelmäßiges Händewaschen schützt vor einer Ansteckung mit Grippe. |
| die Anstalt | Öffentliche Einrichtung, z. B. für Bildung, Pflege oder Rundfunk. | Der Sender ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt. |
| der Anstoß | Ein Impuls, der etwas in Gang bringt; im Fußball: der erste Schuss. | Ihr Vortrag gab den Anstoß zu einer langen Diskussion. |
| die Anwesenheit | Das Dasein einer Person an einem bestimmten Ort. | Die Anwesenheit bei der Sitzung ist für alle Mitglieder Pflicht. |
| die Abwesenheit | Die Zeit, in der jemand nicht da ist. | Während meiner Abwesenheit übernimmt Frau Kraus die Vertretung. |
| die Arbeitsteilung | Aufteilung einer Arbeit, sodass jeder einen bestimmten Teil übernimmt. | Im Haushalt haben wir eine klare Arbeitsteilung: Er kocht, ich putze. |
| die Aufarbeitung | Gründliche, kritische Auseinandersetzung mit einem vergangenen Geschehen. | Die Aufarbeitung der Vergangenheit ist für das Land noch nicht abgeschlossen. |
| die Auffassung | Meinung oder Art, wie man etwas versteht. | Ich bin der Auffassung, dass wir mehr Zeit brauchen. |
| die Aufklärung | Das Erklären eines unklaren Sachverhalts; auch: Epoche im 18. Jahrhundert. | Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Aufklärung des Einbruchs. |
| der Aufruf | Öffentliche Aufforderung an viele Menschen, etwas zu tun. | Die Stadt startete einen Aufruf zum Blutspenden. |
| der Aufschub | Verschiebung eines Termins auf einen späteren Zeitpunkt. | Die Bank gewährte ihm einen Aufschub von drei Monaten. |
| die Aufsicht | Das Beobachten und Kontrollieren, damit nichts passiert. | Kinder dürfen das Becken nur unter Aufsicht benutzen. |
| der Aufstand | Gewaltsamer Widerstand vieler Menschen gegen die Herrschenden. | Der Aufstand der Bauern wurde schnell niedergeschlagen. |
| die Aufwertung | Steigerung des Werts oder Ansehens von etwas. | Der neue Park bedeutet eine Aufwertung des ganzen Viertels. |
| der Augenzeuge | Person, die ein Ereignis selbst gesehen hat. | Ein Augenzeuge beschrieb der Polizei das Fluchtauto. |
| die Ausdauer | Fähigkeit, eine Anstrengung lange durchzuhalten. | Für einen Marathon braucht man viel Ausdauer. |
| die Ausgrenzung | Das Ausschließen von Menschen aus einer Gemeinschaft. | Die Schule geht aktiv gegen die Ausgrenzung von Außenseitern vor. |
| die Auslegung | Die Art, wie man einen Text oder eine Regel versteht und erklärt. | Über die Auslegung des Gesetzes streiten die Juristen seit Jahren. |
| die Ausprägung | Die besondere Form oder Stärke, in der eine Eigenschaft erscheint. | Die Krankheit tritt in sehr unterschiedlicher Ausprägung auf. |
| die Ausrichtung | Orientierung auf ein bestimmtes Ziel oder eine Richtung. | Die neue Chefin änderte die strategische Ausrichtung des Unternehmens. |
| die Ausschreibung | Öffentliche Bekanntgabe eines Auftrags oder einer Stelle, für die man sich bewerben kann. | Die Stadt veröffentlichte eine Ausschreibung für den Bau der Brücke. |
| der Ausstieg | Das Verlassen eines Fahrzeugs; auch: das Aufgeben einer Tätigkeit oder Technik. | Deutschland beschloss den Ausstieg aus der Kernenergie. |
| die Authentizität | Echtheit; die Eigenschaft, glaubwürdig und unverfälscht zu sein. | Experten zweifeln an der Authentizität des Gemäldes. |
| die Autonomie | Selbstständigkeit; das Recht, selbst über sich zu bestimmen. | Die Region kämpft seit Jahrzehnten um mehr Autonomie. |
| die Autorität | Ansehen und Einfluss, wegen derer andere einem folgen. | Die erfahrene Lehrerin hat in der Klasse eine natürliche Autorität. |
| die Bagatelle | Eine unwichtige, kleine Angelegenheit. | Wegen einer solchen Bagatelle musst du dich wirklich nicht aufregen. |
| die Beanstandung | Kritik oder Beschwerde, weil etwas fehlerhaft ist. | Bei der Kontrolle gab es keine einzige Beanstandung. |
| der Bedarf | Menge an Dingen oder Leistungen, die man braucht. | In der Pflege besteht ein großer Bedarf an Fachkräften. |
| das Bedenken | Zweifel oder Sorge, ob etwas richtig ist; meist im Plural gebraucht. | Ich habe ernste Bedenken gegen diesen Plan. |
| die Befangenheit | Unsicherheit; vor Gericht: Parteilichkeit, weil man persönlich betroffen ist. | Der Richter wurde wegen Befangenheit abgelehnt. |
| die Befugnis | Das offizielle Recht, etwas zu tun oder zu entscheiden. | Nur der Direktor hat die Befugnis, Verträge zu unterschreiben. |
| die Begebenheit | Ein Ereignis, das sich tatsächlich zugetragen hat. | Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. |
| die Beharrlichkeit | Ausdauer, mit der man trotz Schwierigkeiten an einem Ziel festhält. | Mit viel Beharrlichkeit hat sie ihr Studium neben dem Job beendet. |
| die Beihilfe | Finanzielle Unterstützung; im Recht: Hilfe bei einer Straftat. | Er wurde wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt. |
| die Beilegung | Das Beenden eines Streits durch eine Einigung. | Beide Seiten bemühen sich um eine friedliche Beilegung des Konflikts. |
| das Bekenntnis | Öffentliche Erklärung zu einer Überzeugung oder einem Fehler. | Das Unternehmen legte ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz ab. |
| der Belang | Etwas, das für jemanden wichtig ist; ein Interesse. | Der Betriebsrat vertritt die Belange der Mitarbeiter. |
| die Belegschaft | Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Betriebs zusammen. | Die gesamte Belegschaft wurde zur Versammlung eingeladen. |
| die Benachteiligung | Schlechtere Behandlung im Vergleich zu anderen. | Das Gesetz soll jede Benachteiligung wegen des Geschlechts verhindern. |
| der Beweggrund | Der innere Grund, warum jemand etwas tut. | Die Ermittler fragten nach dem Beweggrund für die Tat. |
| die Bereitschaft | Der Wille, etwas zu tun; auch: Dienst, bei dem man jederzeit erreichbar ist. | Ihre Bereitschaft zu helfen hat uns sehr beeindruckt. |
| die Besinnung | Ruhiges Nachdenken; auch: das Bewusstsein. | Nach dem Sturz kam er langsam wieder zur Besinnung. |
| die Bestechung | Das Geben von Geld oder Geschenken, damit jemand etwas Unerlaubtes tut. | Der Beamte wurde wegen Bestechung angeklagt. |
| die Bestrebung | Eine Bemühung, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. | Es gibt Bestrebungen, die Altstadt autofrei zu machen. |
| die Betrachtung | Genaues Ansehen von etwas oder Nachdenken darüber. | Bei näherer Betrachtung erwies sich das Angebot als zu teuer. |
| die Bevormundung | Das Bestimmen über andere, als könnten sie nicht selbst entscheiden. | Viele Bürger empfinden das neue Verbot als Bevormundung. |
| der Bezug | Verbindung zu etwas; auch: Stoffhülle für ein Kissen. | Der Roman hat einen starken Bezug zur Gegenwart. |
| die Bezugsperson | Ein Mensch, zu dem jemand, besonders ein Kind, eine enge Beziehung hat. | Für das Kind ist die Großmutter die wichtigste Bezugsperson. |
| die Bilanzierung | Das Aufstellen einer Übersicht über Vermögen und Schulden eines Unternehmens. | Die Bilanzierung zum Jahresende kostet die Buchhaltung viel Zeit. |
| die Bindung | Enge emotionale Beziehung; auch: Verpflichtung. | Zwischen Mutter und Kind besteht eine tiefe Bindung. |
| die Blamage | Peinliche Situation, in der man sich lächerlich macht. | Die Niederlage gegen den Tabellenletzten war eine echte Blamage. |
| die Brisanz | Eigenschaft eines Themas, das leicht zu Streit oder Problemen führt. | Das Thema hat durch die Wahlen zusätzliche Brisanz bekommen. |
| der Brennpunkt | Ort oder Thema, wo sich Probleme konzentrieren; in der Optik: Fokus. | Der Bahnhof gilt als sozialer Brennpunkt der Stadt. |
| die Bürde | Eine schwere Last oder Verantwortung. | Die Pflege der kranken Eltern war eine große Bürde für ihn. |
| der Dachverband | Organisation, in der sich mehrere Verbände zusammengeschlossen haben. | Die Sportvereine gehören einem gemeinsamen Dachverband an. |
| die Darstellung | Die Art, wie etwas gezeigt oder beschrieben wird. | Die Darstellung der Ereignisse in der Zeitung war ziemlich einseitig. |
| das Defizit | Fehlbetrag, wenn die Ausgaben höher sind als die Einnahmen; auch: Mangel. | Die Stadt hat ein Defizit von zwei Millionen Euro. |
| die Deregulierung | Der Abbau staatlicher Vorschriften für die Wirtschaft. | Die Deregulierung des Strommarkts sollte die Preise senken. |
| der Dialog | Gespräch zwischen zwei oder mehr Personen oder Gruppen. | Beide Regierungen wollen den Dialog fortsetzen. |
| die Differenz | Unterschied, besonders zwischen zwei Zahlen; auch: Meinungsverschiedenheit. | Zwischen den beiden Angeboten besteht eine Differenz von 200 Euro. |
| die Differenzierung | Das genaue Unterscheiden von Einzelheiten oder Gruppen. | Im Unterricht ist eine Differenzierung nach Leistungsniveau sinnvoll. |
| das Dilemma | Situation, in der man zwischen zwei schlechten Möglichkeiten wählen muss. | Sie steckt in einem Dilemma: Job oder Familie. |
| die Dimension | Ausmaß oder Größe einer Sache; auch: Richtung im Raum. | Erst später wurde die volle Dimension der Katastrophe deutlich. |
| der Diskurs | Öffentliche Diskussion über ein bestimmtes Thema. | Der Klimawandel bestimmt den politischen Diskurs. |
| die Disziplin | Selbstbeherrschung und Einhaltung von Regeln; auch: Sportart oder Fachgebiet. | Ohne Disziplin schafft man das tägliche Training nicht. |
| die Diversifizierung | Verteilung auf viele verschiedene Bereiche, um Risiken zu verringern. | Die Diversifizierung des Angebots machte die Firma krisenfester. |
| das Dogma | Lehre oder Meinung, die als unbestreitbar gilt. | Für ihn ist Sparsamkeit ein Dogma, das er nie in Frage stellt. |
| die Dominanz | Vorherrschaft; starker Einfluss über andere. | Die Dominanz weniger Konzerne auf dem Markt ist problematisch. |
| die Durchlässigkeit | Eigenschaft, etwas hindurchzulassen; auch: Möglichkeit, zwischen Bildungswegen zu wechseln. | Eltern fordern mehr Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schularten. |
| der Durchbruch | Entscheidender Erfolg nach langen Bemühungen. | Den Forschern gelang ein Durchbruch in der Krebstherapie. |
| die Eigendynamik | Entwicklung, die von selbst weiterläuft und kaum noch zu steuern ist. | Die Proteste entwickelten schnell eine Eigendynamik. |
| die Eigenverantwortung | Verantwortung, die man für das eigene Handeln trägt. | Im Studium wird von den Studierenden viel Eigenverantwortung erwartet. |
| die Einbuße | Verlust, besonders von Geld oder Ansehen. | Durch den Streik erlitt die Fluggesellschaft hohe Einbußen. |
| die Eindämmung | Begrenzung der Ausbreitung von etwas Schädlichem. | Die Maßnahmen dienen der Eindämmung der Seuche. |
| die Einfalt | Naivität; Mangel an Klugheit und Erfahrung. | In seiner Einfalt glaubte er jedes Versprechen. |
| das Einfühlungsvermögen | Fähigkeit, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen. | Als Krankenpflegerin braucht man viel Einfühlungsvermögen. |
| die Eingliederung | Aufnahme in eine Gruppe oder Gesellschaft. | Sprachkurse erleichtern die Eingliederung von Zuwanderern. |
| der Einklang | Harmonie; Übereinstimmung zwischen zwei Dingen. | Die Entscheidung steht im Einklang mit unseren Werten. |
| die Einkehr | Innere Besinnung; auch: Besuch in einem Gasthaus. | Das Kloster bietet Wochenenden der Stille und Einkehr an. |
| die Einsicht | Erkenntnis, dass man im Unrecht war; auch: Erlaubnis, Unterlagen anzusehen. | Nach langem Gespräch kam er endlich zur Einsicht. |
| die Einstufung | Zuordnung zu einer Stufe oder Kategorie. | Der Test dient der Einstufung in den passenden Sprachkurs. |
| die Eintracht | Friedliches Zusammenleben ohne Streit. | Die Nachbarn leben seit Jahren in Eintracht miteinander. |
| die Einwilligung | Zustimmung, besonders eine ausdrückliche Erlaubnis. | Für die Operation braucht der Arzt Ihre schriftliche Einwilligung. |
| die Elite | Die besten oder einflussreichsten Mitglieder einer Gruppe. | Die Universität will die wissenschaftliche Elite des Landes ausbilden. |
| die Emanzipation | Befreiung aus Abhängigkeit, besonders die Gleichstellung der Frau. | Die Emanzipation der Frauen hat die Arbeitswelt stark verändert. |
| die Empathie | Fähigkeit, sich in die Lage anderer Menschen hineinzuversetzen. | Gute Ärzte zeigen ihren Patienten gegenüber viel Empathie. |
| die Entfaltung | Freie Entwicklung von Fähigkeiten oder der Persönlichkeit. | Die Schule soll Raum für die Entfaltung jedes Kindes bieten. |
| die Entfremdung | Zustand, in dem man sich Menschen oder Dingen nicht mehr nah fühlt. | Nach Jahren im Ausland spürte sie eine Entfremdung von ihrer Familie. |
| die Enthaltung | Bei einer Abstimmung: weder mit Ja noch mit Nein stimmen. | Der Antrag wurde mit zehn Ja-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. |
| die Entmündigung | Das Wegnehmen des Rechts, selbst Entscheidungen zu treffen. | Kritiker sehen in dem Gesetz eine Entmündigung der Bürger. |
| die Entrüstung | Starke Empörung über etwas Unrechtes. | Die Entscheidung löste allgemeine Entrüstung aus. |
| die Entschädigung | Zahlung als Ausgleich für einen Schaden oder Verlust. | Die Fluggäste erhielten eine Entschädigung für die Verspätung. |
| die Entwertung | Verlust des Werts; auch: das Stempeln eines Fahrscheins. | Die Inflation führte zu einer Entwertung der Ersparnisse. |
| das Erbe | Was man von Verstorbenen bekommt; auch: kulturelle Überlieferung. | Die Altstadt gehört zum kulturellen Erbe der Region. |
| die Erbschaft | Vermögen, das man nach dem Tod eines Angehörigen bekommt. | Mit der Erbschaft seiner Tante kaufte er ein Haus. |
| das Erfordernis | Etwas, das unbedingt notwendig ist. | Gute Englischkenntnisse sind ein Erfordernis für diese Stelle. |
| die Erhebung | Sammeln von Daten; auch: Aufstand oder kleiner Hügel. | Laut einer aktuellen Erhebung lesen Jugendliche weniger Bücher. |
| die Ermessensfrage | Frage, die man nach eigenem Urteil entscheiden muss. | Ob man Trinkgeld gibt, ist letztlich eine Ermessensfrage. |
| die Ernüchterung | Enttäuschung, wenn man die Wirklichkeit erkennt. | Nach der ersten Begeisterung folgte bald die Ernüchterung. |
| die Errungenschaft | Etwas Wertvolles, das man mit Mühe erreicht hat. | Die Demokratie ist eine wichtige Errungenschaft der Geschichte. |
| die Erschließung | Das Zugänglichmachen eines Gebiets, z. B. durch Straßen und Leitungen. | Die Erschließung des neuen Baugebiets dauert zwei Jahre. |
| die Erwägung | Das Nachdenken über eine Möglichkeit. | Wir ziehen einen Umzug nach Hamburg in Erwägung. |
| die Eskalation | Schnelle Verschärfung eines Konflikts. | Die Polizei wollte eine Eskalation der Demonstration verhindern. |
| die Etablierung | Das feste Einführen von etwas, sodass es anerkannt ist. | Die Etablierung der neuen Marke dauerte mehrere Jahre. |
| der Etat | Haushalt; Geld, das für einen bestimmten Zweck zur Verfügung steht. | Der Etat für Kultur wurde deutlich gekürzt. |
| die Evaluation | Bewertung nach festgelegten Kriterien. | Am Ende des Semesters findet eine Evaluation der Kurse statt. |
| die Evidenz | Beweise oder Daten, die eine Annahme stützen. | Für diese Behandlung gibt es kaum wissenschaftliche Evidenz. |
| die Expansion | Ausdehnung und Vergrößerung, besonders eines Unternehmens. | Die Kette plant eine Expansion nach Osteuropa. |
| die Fachkompetenz | Fachliches Wissen und Können in einem Bereich. | Bei der Einstellung zählt nicht nur Fachkompetenz, sondern auch Teamfähigkeit. |
| die Fahrlässigkeit | Mangel an Vorsicht, durch den ein Schaden entsteht. | Der Brand entstand durch grobe Fahrlässigkeit. |
| der Fehltritt | Falscher Schritt; auch: ein moralischer Fehler. | Ein einziger Fehltritt kann eine politische Karriere beenden. |
| die Fehlentwicklung | Entwicklung in eine falsche, schädliche Richtung. | Experten warnen vor einer Fehlentwicklung auf dem Wohnungsmarkt. |
| die Fehleinschätzung | Falsche Beurteilung einer Lage oder Person. | Die Niederlage beruhte auf einer Fehleinschätzung des Gegners. |
| das Feingefühl | Fähigkeit, taktvoll und rücksichtsvoll zu handeln. | Das Gespräch mit den Angehörigen erforderte viel Feingefühl. |
| die Festlegung | Verbindliche Bestimmung von etwas. | Die Festlegung des Termins steht noch aus. |
| die Finanzierung | Bereitstellung des nötigen Geldes für etwas. | Die Finanzierung des Projekts ist noch nicht gesichert. |
| die Fluktuation | Ständiger Wechsel, besonders von Personal. | In der Gastronomie ist die Fluktuation der Mitarbeiter sehr hoch. |
| die Folgerung | Schluss, den man aus Tatsachen zieht. | Aus den Daten lässt sich nur eine Folgerung ziehen. |
| die Fragmentierung | Zerfall eines Ganzen in viele einzelne Teile. | Die Fragmentierung der Parteienlandschaft erschwert die Regierungsbildung. |
| die Fürsorge | Liebevolle Sorge und Pflege für Menschen, die Hilfe brauchen. | Die alte Dame wurde von ihren Nachbarn mit großer Fürsorge betreut. |
| der Fürsprecher | Person, die sich öffentlich für jemanden oder etwas einsetzt. | Der Professor gilt als engagierter Fürsprecher des freien Zugangs zu Wissen. |
| die Gegebenheit | Ein Umstand oder eine Tatsache, die man vorfindet. | Die Architekten passten den Entwurf an die örtlichen Gegebenheiten an. |
| das Gegenargument | Ein Grund, der gegen eine Behauptung oder einen Vorschlag spricht. | Auf jedes Gegenargument hatte die Rednerin eine überzeugende Antwort. |
| der Gegenentwurf | Ein alternativer Plan, der sich bewusst von einem anderen unterscheidet. | Die Opposition legte einen eigenen Gegenentwurf zum Haushaltsplan vor. |
| das Gegengewicht | Etwas, das eine andere Kraft oder einen Einfluss ausgleicht. | Ein starker Mittelstand bildet ein Gegengewicht zu den großen Konzernen. |
| die Gegenleistung | Etwas, das man als Ausgleich für eine erhaltene Leistung gibt. | Er half beim Umzug und bekam als Gegenleistung ein Abendessen. |
| das Gefälle | Unterschied in der Höhe oder im Niveau, z. B. zwischen Regionen. | Zwischen Stadt und Land gibt es ein deutliches Gefälle bei den Löhnen. |
| das Gefüge | Aufbau aus vielen Teilen, die eng miteinander verbunden sind. | Der Ausfall eines Mitarbeiters bringt das ganze Gefüge des Teams durcheinander. |
| die Gelassenheit | Innere Ruhe, auch in schwierigen Situationen. | Mit bewundernswerter Gelassenheit reagierte sie auf die Kritik. |
| die Geltung | Gültigkeit oder Wirkung; auch: Ansehen. | Im neuen Kleid kommt ihre Figur besonders gut zur Geltung. |
| das Gemeinwohl | Das Wohl aller Menschen in einer Gesellschaft. | Politiker sollten sich am Gemeinwohl orientieren, nicht an Einzelinteressen. |
| die Gesetzgebung | Das Beschließen von Gesetzen durch das Parlament. | Die Gesetzgebung zum Datenschutz wurde in den letzten Jahren verschärft. |
| die Gesinnung | Grundsätzliche innere Haltung und Überzeugung eines Menschen. | Man sollte niemanden nur wegen seiner Gesinnung verurteilen. |
| die Gewährleistung | Garantie des Verkäufers, dass eine Ware frei von Mängeln ist. | Auf das Gerät haben Sie zwei Jahre Gewährleistung. |
| die Gewichtung | Festlegung, wie wichtig einzelne Teile im Vergleich zueinander sind. | Bei der Note hat die mündliche Prüfung eine höhere Gewichtung. |
| die Glaubwürdigkeit | Eigenschaft, dass man jemandem vertrauen und glauben kann. | Nach dem Skandal hat die Firma viel Glaubwürdigkeit verloren. |
| die Gratwanderung | Handlung, bei der man sehr vorsichtig zwischen zwei Gefahren balancieren muss. | Humor über ernste Themen ist immer eine Gratwanderung. |
| die Grauzone | Bereich, in dem nicht klar ist, ob etwas erlaubt oder verboten ist. | Das Herunterladen solcher Dateien bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone. |
| die Grundhaltung | Die grundsätzliche Einstellung zu etwas. | Ihre positive Grundhaltung hilft ihr in schwierigen Zeiten. |
| der Grundstein | Erster Stein eines Gebäudes; auch: die Basis für eine Entwicklung. | Mit diesem Stipendium legte sie den Grundstein für ihre Karriere. |
| die Habgier | Starkes, rücksichtsloses Verlangen nach Geld und Besitz. | Aus reiner Habgier betrog er seine eigenen Geschwister. |
| die Haftung | Rechtliche Verantwortung für einen Schaden. | Für Garderobe übernimmt das Restaurant keine Haftung. |
| die Handhabung | Die Art, wie man etwas benutzt oder bedient. | Die Handhabung des neuen Geräts ist sehr einfach. |
| der Handlungsbedarf | Die Notwendigkeit, etwas zu tun oder zu ändern. | Bei der Digitalisierung der Schulen besteht dringender Handlungsbedarf. |
| der Handlungsspielraum | Die Freiheit, zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu wählen. | Wegen der knappen Kassen hat die Gemeinde kaum Handlungsspielraum. |
| die Hemmschwelle | Innere Grenze, die man überwinden muss, bevor man etwas Ungewohntes tut. | Im Internet ist die Hemmschwelle für Beleidigungen offenbar niedriger. |
| die Hemmung | Innere Unsicherheit, die jemanden daran hindert, etwas zu tun. | Er hat keine Hemmungen, vor vielen Leuten zu sprechen. |
| die Herausforderung | Eine schwierige Aufgabe, die viel Einsatz verlangt. | Der Umzug ins Ausland war eine echte Herausforderung für die Familie. |
| die Herangehensweise | Die Art und Weise, wie man eine Aufgabe oder ein Problem angeht. | Jeder Lehrer hat seine eigene Herangehensweise an den Stoff. |
| die Hetze | Hasserfüllte Stimmungsmache gegen Menschen; auch: große Eile. | Gegen Hetze im Internet geht die Plattform jetzt strenger vor. |
| die Hierarchie | Rangordnung, in der manche Personen über anderen stehen. | In dem Start-up gibt es kaum Hierarchie, alle duzen sich. |
| die Hingabe | Voller Einsatz und tiefe Begeisterung für eine Sache oder Person. | Mit großer Hingabe pflegt er seinen Garten. |
| die Hinsicht | Ein bestimmter Gesichtspunkt; meist in festen Wendungen wie „in jeder ...“. | In finanzieller Hinsicht geht es uns inzwischen besser. |
| die Hochachtung | Großer Respekt vor einer Person oder Leistung. | Ich habe große Hochachtung vor ihrer Arbeit mit den Flüchtlingen. |
| die Homogenität | Gleichartigkeit aller Teile einer Gruppe oder Masse. | Die Homogenität der Klasse erleichtert den Unterricht. |
| die Heterogenität | Verschiedenartigkeit der Teile einer Gruppe. | Die große Heterogenität der Gruppe ist eine Chance und eine Schwierigkeit zugleich. |
| die Ignoranz | Unwissenheit, oft verbunden mit dem Unwillen, etwas zu lernen. | Seine Ignoranz gegenüber anderen Kulturen ist erschreckend. |
| der Impuls | Ein Anstoß oder eine Anregung; auch: plötzlicher innerer Drang. | Der Workshop gab mir viele neue Impulse für meine Arbeit. |
| die Implikation | Folge oder Bedeutung, die in etwas mit enthalten ist. | Die Studie hat wichtige Implikationen für die Gesundheitspolitik. |
| der Indikator | Merkmal oder Wert, der einen Zustand oder eine Entwicklung anzeigt. | Die Arbeitslosenquote ist ein wichtiger Indikator für die Wirtschaftslage. |
| das Indiz | Ein Hinweis, der für etwas spricht, aber kein sicherer Beweis ist. | Alle Indizien sprechen dafür, dass der Täter das Opfer kannte. |
| die Inkompetenz | Fehlende Fähigkeit oder fehlendes Wissen für eine Aufgabe. | Die Panne war ein Beweis für die Inkompetenz der Verantwortlichen. |
| die Instanz | Zuständige Stelle; vor Gericht: eine Stufe des Verfahrens. | Der Fall wird jetzt in zweiter Instanz verhandelt. |
| das Instrumentarium | Alle Mittel und Methoden, die für eine Aufgabe zur Verfügung stehen. | Die Zentralbank verfügt über ein breites Instrumentarium gegen die Inflation. |
| die Integrität | Ehrlichkeit und Treue zu den eigenen moralischen Werten. | An der Integrität der Richterin gab es nie einen Zweifel. |
| die Intention | Absicht; das, was man mit einer Handlung erreichen will. | Die Intention des Autors ist nicht leicht zu erkennen. |
| die Interessenvertretung | Organisation, die sich für die Anliegen einer bestimmten Gruppe einsetzt. | Der Mieterbund ist die wichtigste Interessenvertretung der Mieter. |
| die Intervention | Das Eingreifen in eine Situation, um sie zu verändern. | Nach der Intervention des Lehrers hörte das Mobbing auf. |
| die Intuition | Gefühl, mit dem man etwas erkennt, ohne lange nachzudenken. | Sie vertraute ihrer Intuition und lehnte das Angebot ab. |
| die Ironie | Redeweise, bei der man das Gegenteil von dem meint, was man sagt. | Seine Bemerkung war voller Ironie, doch nicht alle verstanden sie. |
| die Irritation | Verwirrung oder leichte Verärgerung; auch: Reizung der Haut. | Die plötzliche Absage sorgte für Irritation bei den Gästen. |
| der Kahlschlag | Das vollständige Fällen eines Waldes; auch: radikaler Abbau. | Die Gewerkschaft protestierte gegen den Kahlschlag bei den Arbeitsplätzen. |
| das Kalkül | Berechnende Überlegung, mit der man einen Vorteil sucht. | Hinter seiner Freundlichkeit steckt reines Kalkül. |
| die Kapazität | Die größtmögliche Menge, die aufgenommen oder produziert werden kann. | Das Stadion hat eine Kapazität von 50 000 Plätzen. |
| der Kerngedanke | Die wichtigste, zentrale Idee eines Textes oder Plans. | Fassen Sie den Kerngedanke des Artikels in einem Satz zusammen. |
| die Klausel | Eine einzelne Bestimmung in einem Vertrag. | Eine Klausel im Mietvertrag verbietet Haustiere. |
| die Kluft | Große Spalte im Fels; auch: tiefer Gegensatz zwischen Gruppen. | Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. |
| die Knappheit | Zustand, in dem von etwas zu wenig vorhanden ist. | Die Knappheit an Wohnraum treibt die Mieten in die Höhe. |
| die Kohärenz | Innerer, logischer Zusammenhang. | Dem Aufsatz fehlt es an Kohärenz, die Absätze passen nicht zusammen. |
| die Kompetenzverteilung | Die Aufteilung von Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Stellen. | Die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern ist im Grundgesetz geregelt. |
| die Komplexität | Eigenschaft von etwas, das aus vielen verbundenen Teilen besteht und schwer zu verstehen ist. | Die Komplexität des Steuerrechts überfordert viele Bürger. |
| der Kontext | Der Zusammenhang, in dem etwas steht. | Aus dem Kontext gerissen klingt das Zitat ganz anders. |
| die Kontinuität | Ununterbrochener Fortbestand; Gleichmäßigkeit über lange Zeit. | Der Verein setzt beim Trainer auf Kontinuität. |
| die Konvention | Allgemein anerkannte Regel des Verhaltens; auch: internationales Abkommen. | Er pfeift auf gesellschaftliche Konventionen und trägt immer Turnschuhe. |
| die Konfrontation | Direkte Auseinandersetzung mit einem Gegner oder Problem. | Sie geht jeder Konfrontation mit ihrem Chef aus dem Weg. |
| die Konstellation | Die besondere Verbindung von Umständen oder Personen in einer Situation. | In dieser Konstellation hat das Team gute Chancen auf den Titel. |
| der Kontrast | Starker Unterschied zwischen zwei Dingen. | Die moderne Glasfassade bildet einen starken Kontrast zur Altstadt. |
| die Kostenexplosion | Sehr schneller, starker Anstieg der Kosten. | Wegen der Kostenexplosion beim Bau wurde das Projekt gestoppt. |
| die Kündigungswelle | Situation, in der viele Arbeitsverträge kurz nacheinander beendet werden. | Nach der Übernahme rollte eine Kündigungswelle durch das Unternehmen. |
| die Kurzarbeit | Vorübergehend verkürzte Arbeitszeit, wenn ein Betrieb zu wenig Aufträge hat. | Wegen der Krise schickte die Fabrik ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. |
| die Kurzsichtigkeit | Schlechtes Sehen in die Ferne; auch: Denken ohne Blick auf die Zukunft. | Die Kurzsichtigkeit der Planung rächt sich jetzt. |
| die Lähmung | Verlust der Fähigkeit, sich zu bewegen; auch: völliger Stillstand. | Der Streit führte zu einer Lähmung der gesamten Verwaltung. |
| das Leitmotiv | Ein Gedanke oder Thema, das sich durch ein Werk zieht. | Die Sehnsucht nach Heimat ist das Leitmotiv des Romans. |
| die Legitimation | Berechtigung oder Rechtfertigung, etwas zu tun. | Für diese Entscheidung fehlt dem Gremium die Legitimation. |
| die Legitimität | Rechtmäßigkeit; Anerkennung als berechtigt. | Die Opposition bezweifelt die Legitimität der Wahl. |
| das Lehrgeld | Was man durch Fehler verliert, aus denen man lernt. | Bei seiner ersten Firma musste er viel Lehrgeld zahlen. |
| der Leistungsdruck | Belastung durch hohe Erwartungen an die eigene Leistung. | Viele Schüler leiden unter starkem Leistungsdruck. |
| die Lobby | Gruppe, die versucht, Politiker im eigenen Interesse zu beeinflussen; auch: Hotelhalle. | Die Autoindustrie hat in Berlin eine mächtige Lobby. |
| der Lobbyismus | Das gezielte Beeinflussen von Politikern durch Interessengruppen. | Mehr Transparenz soll den Lobbyismus im Parlament begrenzen. |
| die Machtergreifung | Die Übernahme der Herrschaft, oft mit Gewalt oder gegen das Recht. | Der Historiker untersucht die Jahre vor der Machtergreifung. |
| das Machtgefüge | Die Verteilung von Macht zwischen verschiedenen Personen oder Gruppen. | Der Rücktritt verschob das Machtgefüge innerhalb der Partei. |
| der Makel | Fehler oder Schwäche, die den Wert von etwas mindert. | Der Kratzer ist der einzige Makel an dem alten Tisch. |
| das Mandat | Auftrag, besonders der Sitz eines gewählten Abgeordneten. | Sie gewann bei der Wahl ein Mandat im Landtag. |
| die Mangelware | Etwas, das selten oder kaum zu bekommen ist. | Gute Handwerker sind heutzutage Mangelware. |
| das Manko | Nachteil oder Schwachpunkt. | Das einzige Manko der Wohnung ist der fehlende Balkon. |
| die Marginalisierung | Das Drängen einer Gruppe an den Rand der Gesellschaft. | Die Marginalisierung älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt ist ein Problem. |
| die Marktwirtschaft | Wirtschaftsform, in der Angebot und Nachfrage Preise und Produktion bestimmen. | In einer Marktwirtschaft entscheiden Unternehmen selbst über ihre Preise. |
| die Maxime | Grundsatz, nach dem man handelt. | Ehrlichkeit ist die oberste Maxime ihres Handelns. |
| die Meinungsbildung | Der Prozess, in dem Menschen zu einer Meinung kommen. | Soziale Medien spielen bei der Meinungsbildung eine immer größere Rolle. |
| die Meinungsumfrage | Befragung vieler Menschen, um ihre Ansichten zu erfahren. | Laut einer Meinungsumfrage ist die Mehrheit für das Tempolimit. |
| das Merkmal | Eine typische Eigenschaft, an der man etwas erkennt. | Ein wichtiges Merkmal dieser Vogelart ist der rote Schnabel. |
| die Mitbestimmung | Das Recht, bei Entscheidungen mitzuwirken, besonders im Betrieb. | Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer ist in Deutschland gesetzlich geregelt. |
| die Mitsprache | Das Recht, bei einer Sache seine Meinung einzubringen. | Die Schüler fordern mehr Mitsprache bei der Gestaltung des Schulhofs. |
| die Missbilligung | Ablehnung, weil man etwas für falsch hält. | Mit einem Kopfschütteln zeigte die Großmutter ihre Missbilligung. |
| der Missstand | Ein schlechter, nicht hinnehmbarer Zustand. | Die Journalistin deckte zahlreiche Missstände in Pflegeheimen auf. |
| das Misstrauen | Mangel an Vertrauen; der Verdacht, dass jemand unehrlich ist. | Nach dem Betrug begegnete sie Fremden mit Misstrauen. |
| der Mittelweg | Lösung zwischen zwei extremen Möglichkeiten. | Zwischen Strenge und Nachsicht suchen viele Eltern einen Mittelweg. |
| die Mündigkeit | Die Fähigkeit und das Recht, selbstständig zu urteilen und zu handeln. | Bildung soll die Mündigkeit der Bürger fördern. |
| die Mutmaßung | Eine Vermutung, die nicht bewiesen ist. | Über die Gründe für seinen Rücktritt gibt es nur Mutmaßungen. |
| der Nachdruck | Besondere Betonung oder Entschiedenheit; auch: unveränderter Neudruck. | Die Ärztin wies mit Nachdruck auf die Risiken hin. |
| die Nachlässigkeit | Mangel an Sorgfalt und Aufmerksamkeit. | Durch eine kleine Nachlässigkeit ging die wichtige Datei verloren. |
| die Nachwirkung | Eine Folge, die noch lange nach einem Ereignis spürbar ist. | Die Nachwirkungen der Finanzkrise waren jahrelang zu spüren. |
| der Nährboden | Grundlage oder Umfeld, in dem sich etwas gut entwickeln kann. | Armut ist oft ein Nährboden für Kriminalität. |
| die Neigung | Tendenz oder Vorliebe; auch: Schräge eines Geländes. | Er hat eine Neigung zur Übertreibung. |
| die Nische | Vertiefung in einer Wand; auch: kleiner, spezieller Bereich eines Markts. | Die kleine Firma hat eine profitable Nische gefunden. |
| das Novum | Etwas völlig Neues, das es so noch nicht gab. | Eine Frau an der Spitze des Vereins war damals ein Novum. |
| die Nuance | Ein feiner, kleiner Unterschied. | Im Deutschen ändert oft schon eine Nuance die ganze Bedeutung. |
| die Objektivität | Sachliche Beurteilung, ohne persönliche Gefühle oder Interessen. | Von Journalisten erwartet man Objektivität in der Berichterstattung. |
| die Obrigkeit | Personen oder Stellen, die Macht über andere haben, z. B. der Staat. | Früher wagte kaum jemand, der Obrigkeit zu widersprechen. |
| die Offenbarung | Das Enthüllen von etwas Verborgenem; auch: überraschende Erkenntnis. | Das Konzert war für mich eine echte Offenbarung. |
| die Ohnmacht | Bewusstlosigkeit; auch: Gefühl, nichts tun zu können. | Angesichts der Katastrophe spürten viele Menschen ihre Ohnmacht. |
| der Opportunismus | Verhalten, bei dem man seine Meinung je nach Vorteil ändert. | Man warf dem Politiker reinen Opportunismus vor. |
| die Pauschalisierung | Eine zu stark vereinfachende Verallgemeinerung. | Aussagen über „die Jugend“ sind oft eine unfaire Pauschalisierung. |
| die Pflege | Versorgung von Kranken oder Alten; auch: sorgfältige Behandlung von Dingen. | Lederschuhe brauchen regelmäßige Pflege. |
| die Polarisierung | Die Spaltung in zwei gegensätzliche Gruppen. | Die Debatte führte zu einer starken Polarisierung der Gesellschaft. |
| der Populismus | Politik, die mit einfachen Parolen die Gefühle der Masse anspricht. | Der Kommentator warnt vor Populismus in der Klimadebatte. |
| die Präferenz | Vorliebe; das, was man lieber mag oder wählt. | Die Firma analysiert die Präferenzen ihrer Kunden genau. |
| der Präzedenzfall | Ein Fall, der als Beispiel für spätere ähnliche Fälle dient. | Das Urteil könnte zum Präzedenzfall für tausende Klagen werden. |
| die Prämisse | Voraussetzung, von der eine Überlegung ausgeht. | Die ganze Rechnung beruht auf einer falschen Prämisse. |
| die Präsenz | Anwesenheit; auch: die Wirkung einer Person auf andere. | Die Schauspielerin hat eine beeindruckende Präsenz auf der Bühne. |
| die Pragmatik | Teil der Sprachwissenschaft, der den Gebrauch der Sprache in Situationen untersucht. | In der Pragmatik geht es darum, wie Äußerungen im Gespräch wirken. |
| der Pragmatismus | Haltung, bei der man sich an praktischen Lösungen statt an Theorien orientiert. | Mit viel Pragmatismus löste die Bürgermeisterin das Parkproblem. |
| das Prestige | Ansehen und guter Ruf in der Öffentlichkeit. | Ein Studium in Oxford bringt viel Prestige. |
| die Problematik | Die Gesamtheit der Schwierigkeiten bei einem Thema. | Die Studie beleuchtet die Problematik der Kinderarmut. |
| die Profilierung | Das Herausbilden eines klaren, erkennbaren Profils, um sich von anderen abzuheben. | Die Universität setzt bei ihrer Profilierung auf Umweltforschung. |
| die Prosperität | Wirtschaftlicher Wohlstand und Aufschwung. | Die Region erlebte in den Sechzigerjahren eine Zeit der Prosperität. |
| die Provokation | Handlung oder Äußerung, die andere bewusst reizen soll. | Sein Kommentar war eine gezielte Provokation. |
| die Quote | Anteil an einer Gesamtzahl; auch: festgelegte Mindestzahl. | Die Quote der Studienabbrecher ist in Mathematik besonders hoch. |
| die Rahmenbedingung | Äußere Umstände, die eine Entwicklung bestimmen. | Für Start-ups sind die Rahmenbedingungen in der Stadt sehr günstig. |
| die Rationalisierung | Maßnahmen, mit denen ein Betrieb effizienter und kostengünstiger arbeitet. | Durch die Rationalisierung der Produktion fielen viele Stellen weg. |
| die Reichweite | Die Entfernung oder Menge an Menschen, die etwas erreichen kann. | Das Elektroauto hat eine Reichweite von 400 Kilometern. |
| die Relevanz | Wichtigkeit oder Bedeutung für eine Sache. | Das Thema hat für unsere Kunden kaum Relevanz. |
| die Reputation | Der gute Ruf, den jemand hat. | Die Kanzlei genießt eine ausgezeichnete Reputation. |
| die Resignation | Zustand, in dem man aufgibt, weil man keine Hoffnung mehr hat. | Nach vielen Absagen machte sich Resignation bei ihm breit. |
| die Resonanz | Reaktion oder Echo auf etwas; auch: Mitschwingen in der Physik. | Der Aufruf stieß auf große Resonanz in der Bevölkerung. |
| der Rückhalt | Unterstützung, auf die man sich verlassen kann. | In der schweren Zeit hatte sie großen Rückhalt in ihrer Familie. |
| der Rückschlag | Plötzliche Verschlechterung nach einer positiven Entwicklung. | Die Verletzung war ein schwerer Rückschlag für den Sportler. |
| die Rücksprache | Gespräch, um etwas abzustimmen oder zu klären. | Nach Rücksprache mit meiner Chefin kann ich Ihnen den Termin bestätigen. |
| der Rücktritt | Das freiwillige Aufgeben eines Amtes. | Nach dem Skandal kündigte der Minister seinen Rücktritt an. |
| der Rückzug | Das Zurückgehen; auch: das Aufgeben einer Position. | Die Firma kündigte ihren Rückzug aus dem asiatischen Markt an. |
| das Ruder | Gerät zum Steuern eines Schiffes; auch: Führung, Kontrolle. | Seit letztem Jahr hat ein neuer Geschäftsführer das Ruder in der Hand. |
| die Sachlage | Die tatsächliche Situation in einer bestimmten Angelegenheit. | Nach der aktuellen Sachlage müssen wir das Fest absagen. |
| die Sachkenntnis | Gründliches Wissen über ein bestimmtes Gebiet. | Der Gutachter beurteilte den Schaden mit großer Sachkenntnis. |
| die Säule | Senkrechte Stütze eines Gebäudes; auch: wichtige Grundlage. | Der Tourismus ist eine wichtige Säule der regionalen Wirtschaft. |
| der Schauplatz | Ort, an dem etwas geschieht oder eine Handlung spielt. | Venedig ist der Schauplatz des neuen Kriminalromans. |
| der Scheinwerfer | Starke Lampe an Fahrzeugen oder auf der Bühne. | Im Licht der Scheinwerfer wirkte die Sängerin nervös. |
| die Schieflage | Ungünstige, unausgeglichene Situation, besonders finanziell. | Das Unternehmen geriet durch Fehlinvestitionen in Schieflage. |
| die Schlichtung | Vermittlung durch eine neutrale Person, um einen Streit beizulegen. | Nach wochenlangem Streik einigten sich beide Seiten auf eine Schlichtung. |
| der Schlüsselbegriff | Ein zentraler Begriff, der für das Verständnis eines Themas entscheidend ist. | „Nachhaltigkeit“ ist ein Schlüsselbegriff in der heutigen Umweltdebatte. |
| die Schnittstelle | Stelle, an der zwei Systeme oder Bereiche miteinander verbunden sind. | Das Programm hat eine Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware. |
| der Schwachpunkt | Stelle, an der etwas angreifbar oder fehlerhaft ist. | Der größte Schwachpunkt des Plans sind die hohen Kosten. |
| die Schwelle | Erhöhter Streifen am Boden einer Tür; auch: Grenze, ab der sich etwas ändert. | Die Arbeitslosigkeit stieg über die Schwelle von fünf Prozent. |
| die Selbstverständlichkeit | Etwas, das so normal ist, dass man nicht darüber nachdenken muss. | Sauberes Trinkwasser ist für uns eine Selbstverständlichkeit. |
| die Selbstverwirklichung | Die Entfaltung der eigenen Fähigkeiten und Wünsche im Leben. | Für viele bedeutet der Beruf auch ein Stück Selbstverwirklichung. |
| die Skepsis | Zweifel und Misstrauen gegenüber etwas Neuem oder Behauptetem. | Die Ankündigung wurde mit großer Skepsis aufgenommen. |
| die Sorgfalt | Große Genauigkeit und Gründlichkeit bei einer Arbeit. | Der Uhrmacher arbeitet mit äußerster Sorgfalt. |
| die Sorgfaltspflicht | Rechtliche Verpflichtung, mit der nötigen Vorsicht und Gründlichkeit zu handeln. | Der Arzt hat seine Sorgfaltspflicht gegenüber der Patientin verletzt. |
| die Souveränität | Unabhängigkeit eines Staates; auch: sicheres, überlegenes Auftreten. | Die Moderatorin führte mit großer Souveränität durch den Abend. |
| der Spagat | Turnübung mit gestreckten Beinen; auch: Versuch, Gegensätzliches zu vereinen. | Der Spagat zwischen Familie und Karriere gelingt nicht immer. |
| der Spielraum | Freiheit, die man beim Handeln oder Entscheiden hat. | Bei den Verhandlungen haben wir nur wenig Spielraum beim Preis. |
| die Stagnation | Stillstand, besonders in der wirtschaftlichen Entwicklung. | Nach Jahren des Wachstums folgte eine Phase der Stagnation. |
| der Stellenwert | Die Bedeutung, die etwas im Vergleich zu anderem hat. | Gesunde Ernährung hat in ihrer Familie einen hohen Stellenwert. |
| die Stigmatisierung | Das negative Abstempeln von Menschen wegen eines bestimmten Merkmals. | Die Kampagne wendet sich gegen die Stigmatisierung psychisch Kranker. |
| die Stellvertretung | Das Vertreten einer Person, die abwesend ist. | Während der Elternzeit übernimmt Herr Yilmaz die Stellvertretung der Abteilungsleiterin. |
| der Streitpunkt | Eine Frage, über die man sich nicht einig ist. | Der wichtigste Streitpunkt in den Verhandlungen war die Arbeitszeit. |
| die Substanz | Stoff oder Material; auch: der wesentliche, wertvolle Kern. | Die Rede klang gut, hatte aber wenig Substanz. |
| die Symbolik | Die Bedeutung, die durch Symbole ausgedrückt wird. | Die Symbolik der Farben spielt in dem Gemälde eine große Rolle. |
| das Szenario | Eine mögliche Entwicklung, die man sich für die Zukunft vorstellt. | Im schlimmsten Szenario steigt der Meeresspiegel um einen Meter. |
| der Tatbestand | Die Tatsachen eines Falls; im Recht: Merkmale einer Straftat. | Das Verhalten erfüllt den Tatbestand der Körperverletzung. |
| die Tragweite | Das Ausmaß der Folgen einer Entscheidung oder eines Ereignisses. | Viele unterschätzten die Tragweite dieser Entscheidung. |
| die Transparenz | Offenheit, sodass alle Abläufe und Entscheidungen nachvollziehbar sind. | Die Bürger fordern mehr Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. |
| der Trugschluss | Eine falsche Schlussfolgerung, die zunächst richtig erscheint. | Es ist ein Trugschluss, dass teure Produkte immer besser sind. |
| die Tugend | Eine moralisch gute Eigenschaft eines Menschen. | Geduld war noch nie seine größte Tugend. |
| die Überforderung | Zustand, in dem jemand mehr leisten soll, als er kann. | Die ständige Überforderung im Job führte bei ihr zu einem Burn-out. |
| die Übereinstimmung | Gleichheit von Meinungen oder Merkmalen. | In diesem Punkt herrscht völlige Übereinstimmung zwischen den Partnern. |
| der Übergang | Wechsel von einem Zustand in einen anderen; auch: Stelle zum Überqueren. | Der Übergang von der Schule ins Berufsleben fällt vielen schwer. |
| die Überlegenheit | Der Zustand, stärker oder besser als andere zu sein. | Die Mannschaft spielte ihre Überlegenheit in der zweiten Halbzeit aus. |
| die Überlieferung | Wissen oder Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. | Nach alter Überlieferung wurde die Kirche im 12. Jahrhundert gegründet. |
| die Übermacht | Eine sehr viel größere Stärke oder Anzahl. | Gegen die Übermacht der Gegner hatten die Verteidiger keine Chance. |
| die Überprüfung | Genaue Kontrolle, ob etwas richtig oder in Ordnung ist. | Die Überprüfung der Rechnung ergab einen Fehler. |
| der Überschuss | Menge oder Geldbetrag, der über das Benötigte hinausgeht. | Die Gemeinde erzielte im letzten Jahr einen Überschuss von einer Million Euro. |
| der Umweg | Ein Weg, der länger ist als der direkte. | Wegen der Baustelle mussten wir einen großen Umweg fahren. |
| der Umschwung | Plötzliche, grundlegende Änderung einer Lage oder Stimmung. | Kurz vor der Wahl kam es zu einem Umschwung in der öffentlichen Meinung. |
| die Unbefangenheit | Natürliche Offenheit ohne Vorurteile oder Hemmungen. | Kinder gehen mit großer Unbefangenheit auf Fremde zu. |
| die Unterstellung | Eine Behauptung, mit der man jemandem ohne Beweis etwas Schlechtes vorwirft. | Das ist eine böse Unterstellung, ich habe nie gelogen! |
| die Unterwerfung | Das Sich-Fügen unter fremde Macht oder Kontrolle. | Der Film zeigt die Unterwerfung der Ureinwohner durch die Eroberer. |
| der Unterzeichner | Person, die ein Dokument mit ihrem Namen unterschreibt. | Die Unterzeichner des Aufrufs fordern mehr Geld für Bildung. |
| die Unzulänglichkeit | Mangel; Eigenschaft, nicht ausreichend zu sein. | Der Bericht zeigt deutliche Unzulänglichkeiten bei der Planung. |
| die Urheberschaft | Die Tatsache, dass jemand etwas geschaffen oder verursacht hat. | Die Urheberschaft des anonymen Gedichts ist bis heute ungeklärt. |
| das Urheberrecht | Gesetzlicher Schutz für die Werke von Autoren, Künstlern und Erfindern. | Wer fremde Fotos im Internet verwendet, verletzt oft das Urheberrecht. |
| die Veranlagung | Angeborene Neigung oder Begabung. | Er hat eine Veranlagung zu hohem Blutdruck. |
| die Verankerung | Feste Befestigung; auch: feste Verbindung zu einer Gemeinschaft oder Regel. | Die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz war ein wichtiger Schritt. |
| die Verbindlichkeit | Verpflichtende Gültigkeit; im Plural auch: Schulden. | Die Firma hat hohe Verbindlichkeiten bei mehreren Banken. |
| die Verdrängung | Das Wegschieben von Menschen oder Gedanken. | Die steigenden Mieten führen zur Verdrängung alteingesessener Bewohner. |
| die Vereinbarkeit | Die Möglichkeit, zwei Dinge miteinander zu verbinden. | Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein großes Thema. |
| die Vereinbarung | Eine Abmachung zwischen zwei oder mehr Personen. | Laut Vereinbarung muss die Miete am Monatsanfang bezahlt werden. |
| die Verfassungsklage | Klage beim Verfassungsgericht, weil ein Gesetz Grundrechte verletzen soll. | Mehrere Verbände haben gegen das neue Gesetz Verfassungsklage erhoben. |
| der Verfall | Langsamer Zerfall; auch: Ablauf der Gültigkeit. | Das alte Schloss ist dem Verfall preisgegeben. |
| die Vergeltung | Rache oder Strafe für eine erlittene Tat. | Aus Vergeltung zerstach er die Reifen seines Nachbarn. |
| die Vergütung | Bezahlung für eine Arbeit oder Leistung. | Die Vergütung der Praktikanten wurde deutlich erhöht. |
| die Verharmlosung | Das Darstellen von etwas Gefährlichem als harmlos. | Ärzte kritisieren die Verharmlosung von Alkohol in der Werbung. |
| die Verhältnismäßigkeit | Das angemessene Verhältnis zwischen einer Maßnahme und ihrem Zweck. | Das Gericht prüfte die Verhältnismäßigkeit der Strafe. |
| die Verjährung | Ende der Möglichkeit, eine Tat oder Forderung nach einer Frist noch zu verfolgen. | Für Mord gibt es in Deutschland keine Verjährung. |
| die Verlagerung | Das Verschieben von etwas an einen anderen Ort. | Die Verlagerung der Produktion nach Asien kostete viele Arbeitsplätze. |
| die Verlegenheit | Peinliches Gefühl der Unsicherheit; auch: schwierige Lage. | Vor Verlegenheit wurde sie ganz rot. |
| die Verleumdung | Die Verbreitung falscher Behauptungen, die jemandem schaden. | Der Sänger verklagte die Zeitung wegen Verleumdung. |
| die Vermarktung | Das Anbieten und Verkaufen eines Produkts auf dem Markt. | Für die Vermarktung des neuen Buches gibt der Verlag viel Geld aus. |
| die Vernetzung | Das Verbinden von Personen, Computern oder Einrichtungen miteinander. | Die Vernetzung der Krankenhäuser soll die Versorgung verbessern. |
| die Verschwendung | Der unnötige, zu großzügige Verbrauch von etwas. | Es ist eine Verschwendung, so viel Essen wegzuwerfen. |
| die Verschwörung | Heimlicher Plan einer Gruppe gegen jemanden. | Der Roman handelt von einer Verschwörung gegen den König. |
| die Versuchung | Ein starker Reiz, etwas zu tun, was man eigentlich nicht tun sollte. | Vor dem Schaufenster der Konditorei konnte ich der Versuchung nicht widerstehen. |
| die Vertraulichkeit | Die Pflicht, Informationen geheim zu halten. | Wir garantieren die Vertraulichkeit aller Patientendaten. |
| die Verunsicherung | Zustand, in dem man sich nicht mehr sicher fühlt. | Die widersprüchlichen Nachrichten sorgten für Verunsicherung bei den Verbrauchern. |
| die Verwahrlosung | Zustand starker Vernachlässigung von Menschen, Tieren oder Gebäuden. | Das Jugendamt griff ein, um die Verwahrlosung der Kinder zu verhindern. |
| die Verwirklichung | Das Umsetzen eines Plans oder Traums in die Wirklichkeit. | Für die Verwirklichung ihres Traums sparte sie zehn Jahre. |
| die Verwirrung | Zustand, in dem man nicht mehr klar denken oder verstehen kann. | Die neuen Regeln stifteten viel Verwirrung. |
| der Verzicht | Das bewusste Aufgeben von etwas, das man haben könnte. | Der Verzicht auf Fleisch fiel ihm leichter als gedacht. |
| die Verzögerung | Das spätere Eintreten von etwas als geplant. | Wegen eines Stellwerkschadens kommt es zu Verzögerungen im Zugverkehr. |
| die Verzweiflung | Zustand völliger Hoffnungslosigkeit. | In seiner Verzweiflung rief er mitten in der Nacht seine Schwester an. |
| die Vorahnung | Ein Gefühl, dass etwas Bestimmtes passieren wird. | Sie hatte eine schlimme Vorahnung und stieg nicht ins Auto. |
| der Vorbehalt | Ein Zweifel oder eine Einschränkung, unter der man zustimmt. | Ich stimme dem Vertrag nur unter Vorbehalt zu. |
| der Vorläufer | Etwas, das früher existierte und den Weg für eine spätere Entwicklung bereitete. | Das Telegramm war ein Vorläufer der E-Mail. |
| der Vorrang | Höhere Wichtigkeit gegenüber anderem. | Die Sicherheit der Fahrgäste hat absoluten Vorrang. |
| der Vorreiter | Person oder Land, die als Erste etwas Neues einführen. | Dänemark gilt als Vorreiter bei der Windenergie. |
| die Vorsorgeuntersuchung | Ärztliche Untersuchung, um Krankheiten früh zu erkennen. | Ab 35 sollte man regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. |
| der Vorstand | Das leitende Gremium eines Unternehmens oder Vereins. | Der Vorstand der Firma beschloss neue Investitionen. |
| der Vorstoß | Ein Versuch, mit einem neuen Vorschlag etwas zu bewegen. | Ihr Vorstoß für eine Viertagewoche fand viele Unterstützer. |
| der Vorwand | Ein vorgeschobener, nicht ehrlicher Grund. | Unter einem Vorwand verließ er die Party früh. |
| die Wahrnehmung | Das Erkennen mit den Sinnen; auch: die Art, wie man etwas sieht. | Unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit ist oft verzerrt. |
| der Wahrheitsgehalt | Das Maß, in dem eine Aussage der Wirklichkeit entspricht. | Den Wahrheitsgehalt dieser Gerüchte sollte man genau prüfen. |
| der Wendepunkt | Moment, in dem sich eine Entwicklung grundlegend ändert. | Die Begegnung mit ihr war ein Wendepunkt in seinem Leben. |
| die Wertschätzung | Anerkennung und Respekt für eine Person oder ihre Leistung. | Mitarbeiter wünschen sich vor allem Wertschätzung für ihre Arbeit. |
| der Wertewandel | Veränderung der Werte und Normen in einer Gesellschaft. | Der Wertewandel zeigt sich auch an neuen Familienmodellen. |
| die Wertvorstellung | Die Vorstellung davon, was im Leben gut und wichtig ist. | Die beiden Generationen haben ganz unterschiedliche Wertvorstellungen. |
| das Wesen | Die grundlegende Art eines Menschen oder einer Sache; auch: Lebewesen. | Sie hat ein freundliches, offenes Wesen. |
| der Wettlauf | Wettrennen; auch: Konkurrenz darum, wer etwas zuerst erreicht. | Es begann ein Wettlauf um die Entwicklung des Impfstoffs. |
| die Wiedergutmachung | Ausgleich für ein Unrecht oder einen Schaden. | Als Wiedergutmachung für den Fehler bot das Hotel eine kostenlose Nacht an. |
| die Willkommenskultur | Eine offene, freundliche Haltung gegenüber neu ankommenden Menschen. | Die Stadt bemüht sich um eine echte Willkommenskultur für Zugezogene. |
| der Wohlfahrtsstaat | Staat, der umfassend für die soziale Sicherheit seiner Bürger sorgt. | Schweden gilt als klassischer Wohlfahrtsstaat. |
| der Zielkonflikt | Situation, in der zwei Ziele nicht gleichzeitig erreicht werden können. | Zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz gibt es oft einen Zielkonflikt. |
| die Zielgruppe | Die Menschen, die man mit einem Produkt oder einer Botschaft erreichen will. | Die Zielgruppe dieser Werbung sind junge Familien. |
| die Zielsetzung | Das Festlegen eines Ziels; das Ziel selbst. | Die Zielsetzung des Projekts muss klar formuliert sein. |
| die Zugehörigkeit | Das Gefühl oder die Tatsache, ein Teil einer Gemeinschaft zu sein. | Im Verein spürt er ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit. |
| das Zugeständnis | Etwas, das man der anderen Seite in einer Verhandlung erlaubt oder gibt. | Beide Seiten mussten Zugeständnisse machen, um sich zu einigen. |
| die Zulassung | Offizielle Erlaubnis, z. B. für ein Medikament, Fahrzeug oder Studium. | Das neue Medikament wartet noch auf seine Zulassung. |
| die Zumutung | Etwas, das man von anderen nicht verlangen sollte, weil es unangemessen ist. | Drei Stunden Wartezeit beim Arzt sind eine Zumutung. |
| die Zurückhaltung | Vorsichtiges, bescheidenes Verhalten. | Die Verbraucher üben beim Einkaufen derzeit große Zurückhaltung. |
| die Zusage | Positive Antwort; Versprechen, etwas zu tun. | Nach dem Vorstellungsgespräch bekam sie sofort eine Zusage. |
| der Zusammenbruch | Plötzliches Ende der Funktionsfähigkeit; auch: körperliches oder seelisches Versagen. | Der Zusammenbruch der Bank löste eine Krise aus. |
| die Zuständigkeit | Verantwortung und Recht, sich um eine Sache zu kümmern. | Das fällt nicht in meine Zuständigkeit, fragen Sie bitte am Schalter nebenan. |
| die Zuversicht | Fester Glaube, dass sich etwas gut entwickeln wird. | Trotz der Krankheit blickt sie voller Zuversicht in die Zukunft. |
| der Zuwachs | Vergrößerung oder Zunahme; auch: neues Familienmitglied. | Die Partei verzeichnete einen deutlichen Zuwachs an Mitgliedern. |
| der Zwiespalt | Innerer Konflikt zwischen zwei Gefühlen oder Möglichkeiten. | Sie befand sich in einem Zwiespalt zwischen Pflicht und Wunsch. |
| die Zwickmühle | Schwierige Lage, aus der jeder Ausweg Nachteile hat. | Mit zwei Einladungen am selben Abend steckte er in einer Zwickmühle. |
| die Zweckmäßigkeit | Eigenschaft, gut für einen bestimmten Zweck geeignet zu sein. | Bei Wanderschuhen geht Zweckmäßigkeit vor Schönheit. |
| der Abstrich | Kürzung oder Einschränkung; in der Medizin: Probe von der Haut oder Schleimhaut. | Beim Budget müssen wir leider Abstriche machen. |
| das Anliegen | Ein Wunsch oder eine Bitte, die einem wichtig ist. | Mit welchem Anliegen kommen Sie zu uns? |
| der Anschein | Der äußere Eindruck, den etwas macht. | Allem Anschein nach hat niemand den Fehler bemerkt. |
| der Ansporn | Etwas, das jemanden motiviert, sich mehr anzustrengen. | Das Lob war ein großer Ansporn für die Schülerin. |
| die Antike | Die Epoche des alten Griechenlands und Roms. | Viele Begriffe der Philosophie stammen aus der Antike. |
| die Archäologie | Wissenschaft, die alte Kulturen durch Ausgrabungen erforscht. | Seit ihrer Kindheit begeistert sie sich für Archäologie. |
| der Ausschuss | Kleine Gruppe aus einem größeren Gremium mit einer besonderen Aufgabe; auch: fehlerhafte Ware. | Ein Ausschuss des Parlaments soll den Skandal untersuchen. |
| die Beschaffenheit | Die Art und Qualität eines Materials oder einer Sache. | Die Beschaffenheit des Bodens ist ideal für den Weinbau. |
| der Bestand | Vorhandene Menge; auch: Fortdauer. | Der Bestand an Wölfen in Deutschland wächst langsam. |
| die Charta | Grundlegendes Dokument, in dem Rechte und Prinzipien festgehalten sind. | Die Charta der Vereinten Nationen wurde 1945 unterzeichnet. |
| die Dekade | Ein Zeitraum von zehn Jahren. | In der letzten Dekade hat sich die Stadt stark verändert. |
| die Demut | Bescheidene Haltung, in der man die eigenen Grenzen anerkennt. | Der Sieger nahm den Preis mit Demut entgegen. |
| die Despotie | Herrschaft eines einzelnen Machthabers, der keine Gesetze achtet. | Das Land litt jahrzehntelang unter einer grausamen Despotie. |
| das Fazit | Abschließende Zusammenfassung oder Schlussfolgerung. | Mein Fazit: Der Urlaub war teuer, aber wunderschön. |
| der Fiskus | Der Staat als Empfänger der Steuern; die Staatskasse. | Durch die Steuererhöhung nimmt der Fiskus Milliarden mehr ein. |
| die Fraktion | Gruppe der Abgeordneten einer Partei im Parlament. | Die Fraktion stimmte geschlossen gegen den Antrag. |
| die Gewerkschaftsbewegung | Die Gesamtheit der Organisationen, die sich für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzen. | Die Gewerkschaftsbewegung erkämpfte im 19. Jahrhundert kürzere Arbeitszeiten. |
| der Haushaltsausschuss | Gruppe von Abgeordneten, die über die Einnahmen und Ausgaben des Staates berät. | Der Haushaltsausschuss des Bundestags muss die Ausgaben noch genehmigen. |
| die Kanzlei | Büro eines Rechtsanwalts oder Notars. | Nach dem Studium fing sie in einer großen Kanzlei in Frankfurt an. |
| die Kommission | Gruppe von Personen, die eine bestimmte Aufgabe untersucht oder entscheidet. | Eine unabhängige Kommission soll den Unfall aufklären. |
| der Kurswechsel | Grundlegende Änderung der Richtung oder Politik. | Nach der Wahl vollzog die Regierung einen Kurswechsel in der Energiepolitik. |
| die Legislaturperiode | Die Zeit, für die ein Parlament gewählt ist. | Das Gesetz soll noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. |
| das Ministerium | Oberste Behörde für einen bestimmten Bereich der Regierung. | Das Ministerium für Bildung veröffentlichte neue Richtlinien. |
| die Novellierung | Änderung oder Überarbeitung eines bestehenden Gesetzes. | Die Novellierung des Baugesetzes soll den Wohnungsbau beschleunigen. |
| der Paragraf | Ein nummerierter Abschnitt in einem Gesetz oder Vertrag. | Welcher Paragraf des Mietrechts regelt die Kündigung? |
| die Partizipation | Teilhabe und Mitwirkung an Entscheidungen. | Die Stadt fördert die Partizipation der Jugendlichen an der Stadtplanung. |
| das Plenum | Die Versammlung aller Mitglieder, z. B. eines Parlaments. | Der Antrag wird morgen im Plenum beraten. |
| die Rechtsprechung | Das Urteilen durch Gerichte; die Gesamtheit ihrer Urteile. | Nach ständiger Rechtsprechung haben Mieter in diesem Fall Anspruch auf Minderung. |
| die Regierungserklärung | Offizielle Rede des Regierungschefs über seine politischen Pläne. | In seiner ersten Regierungserklärung stellte der Kanzler seine Ziele vor. |
| der Senat | Eine politische Kammer; in Berlin, Hamburg und Bremen: die Landesregierung. | Der Berliner Senat beschloss eine neue Verkehrsplanung. |
| die Satzung | Die schriftlichen Regeln eines Vereins oder einer Organisation. | Laut Satzung muss der Vorstand jedes Jahr gewählt werden. |
| der Staatshaushalt | Plan der Einnahmen und Ausgaben eines Staates für ein Jahr. | Der größte Posten im Staatshaushalt sind die Sozialausgaben. |
| der Strukturwandel | Grundlegende, langfristige Veränderung der Wirtschaft einer Region. | Das Ruhrgebiet erlebt seit Jahrzehnten einen tiefgreifenden Strukturwandel. |
| der Vollzug | Die Ausführung einer Anordnung, besonders einer Strafe. | Der Häftling wurde in den offenen Vollzug verlegt. |
| die Wahlperiode | Zeitraum, für den ein Organ wie ein Parlament gewählt ist. | Am Ende der Wahlperiode zieht sich die Abgeordnete aus der Politik zurück. |
| die Wettbewerbsfähigkeit | Fähigkeit, sich gegen Konkurrenten auf dem Markt zu behaupten. | Hohe Energiepreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. |
| der Zoll | Abgabe für Waren, die über eine Grenze gebracht werden; auch: die zuständige Behörde. | Auf Waren aus dem Ausland muss man oft Zoll bezahlen. |
| die Abschreibung | Verteilung der Kosten eines Wirtschaftsguts auf die Jahre seiner Nutzung. | Durch die Abschreibung der Maschinen sinkt der Gewinn auf dem Papier. |
| der Absatz | Unterer Teil eines Schuhs; Abschnitt eines Textes; auch: Verkauf von Waren. | Der Absatz von Elektroautos ist im letzten Jahr stark gestiegen. |
| die Anlageform | Art und Weise, wie man Geld investiert, z. B. Aktien oder Immobilien. | Gold gilt als sichere Anlageform in Krisenzeiten. |
| die Rendite | Der Gewinn, den eine Geldanlage pro Jahr bringt. | Die Aktie brachte eine Rendite von sieben Prozent. |
| die Bonität | Die Fähigkeit eines Kunden, geliehenes Geld zurückzuzahlen; Kreditwürdigkeit. | Vor der Vergabe des Kredits prüft die Bank die Bonität des Kunden. |
| die Liquidität | Fähigkeit, Rechnungen sofort mit verfügbarem Geld zu bezahlen. | Wegen fehlender Liquidität konnte die Firma die Löhne nicht zahlen. |
| die Insolvenz | Zustand, in dem eine Firma oder Person ihre Schulden nicht mehr bezahlen kann. | Die Modekette musste im Frühjahr Insolvenz anmelden. |
| der Konkurs | Zusammenbruch eines Unternehmens, das nicht mehr zahlen kann. | Nach dem Konkurs der Bäckerei verloren zwanzig Menschen ihre Arbeit. |
| die Übernahme | Der Kauf eines Unternehmens durch ein anderes; auch: das Übernehmen einer Aufgabe. | Die Übernahme des Konkurrenten kostete den Konzern Milliarden. |
| der Aufsichtsrat | Gremium, das die Geschäftsführung einer Aktiengesellschaft kontrolliert. | Der Aufsichtsrat hat den Vertrag des Vorstandschefs verlängert. |
| der Anteilseigner | Person, der ein Teil eines Unternehmens gehört, z. B. durch Aktien. | Die Anteilseigner sind mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres sehr zufrieden. |
| die Dividende | Anteil am Gewinn, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre zahlt. | Wegen der guten Zahlen schüttet die Firma eine hohe Dividende aus. |
| die Gewinnspanne | Unterschied zwischen Herstellungs- oder Einkaufspreis und Verkaufspreis. | Im Lebensmittelhandel ist die Gewinnspanne oft sehr gering. |
| die Wertschöpfung | Der Wert, der in einem Produktionsprozess neu geschaffen wird. | Ein großer Teil der Wertschöpfung findet heute im Ausland statt. |
| die Kaufkraft | Menge an Waren, die man mit einer bestimmten Geldsumme kaufen kann. | Durch die Inflation sinkt die Kaufkraft der Rentner. |
| die Lieferkette | Alle Stationen, die ein Produkt vom Rohstoff bis zum Kunden durchläuft. | Wegen Problemen in der Lieferkette fehlen in der Werkstatt Ersatzteile. |
| die Nachfrageschwäche | Situation, in der die Kunden nur wenig kaufen wollen. | Die Autoindustrie leidet unter einer anhaltenden Nachfrageschwäche. |
| die Deflation | Allgemeines Sinken der Preise über einen längeren Zeitraum. | Eine Deflation kann für die Wirtschaft ebenso gefährlich sein wie steigende Preise. |
| der Leitzins | Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld leihen. | Die Notenbank hat den Leitzins um einen halben Prozentpunkt erhöht. |
| die Zentralbank | Staatliche Bank, die das Geld eines Landes ausgibt und die Geldpolitik bestimmt. | Die Europäische Zentralbank hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. |
| die Währung | Das offizielle Geld eines Landes. | Der Euro ist die gemeinsame Währung vieler EU-Länder. |
| der Wechselkurs | Der Preis einer Währung, ausgedrückt in einer anderen. | Der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar schwankt derzeit stark. |
| die Prämie | Zusätzliche Zahlung als Belohnung; auch: Beitrag für eine Versicherung. | Für gute Verkaufszahlen gibt es am Jahresende eine Prämie. |
| die Provision | Bezahlung, deren Höhe sich nach dem Wert eines vermittelten Geschäfts richtet. | Der Makler verlangt eine Provision von zwei Monatsmieten. |
| die Vermögenssteuer | Abgabe an den Staat, die auf großen Besitz erhoben wird. | Über die Wiedereinführung der Vermögenssteuer wird seit Jahren gestritten. |
| das Steuerschlupfloch | Lücke im Gesetz, mit der man legal weniger Abgaben an den Staat zahlt. | Große Konzerne nutzen jedes Steuerschlupfloch, um Geld zu sparen. |
| die Steuerhinterziehung | Illegales Verschweigen von Einkünften, um dem Finanzamt weniger zu zahlen. | Der Unternehmer wurde wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe verurteilt. |
| die Geldwäsche | Das Verschleiern der Herkunft von illegal verdientem Geld. | Banken müssen verdächtige Überweisungen wegen möglicher Geldwäsche melden. |
| die Wirtschaftsprüfung | Unabhängige Kontrolle der Bücher und Finanzberichte eines Unternehmens. | Bei der Wirtschaftsprüfung fielen Unregelmäßigkeiten in der Bilanz auf. |
| abdecken | Etwas vollständig umfassen oder bezahlen; auch: etwas zudecken. | Die Versicherung soll alle Schäden am Haus abdecken. |
| abfinden | Jemandem eine einmalige Geldsumme zahlen, damit er auf weitere Ansprüche verzichtet. | Die Firma hat die entlassenen Mitarbeiter großzügig abgefunden. |
| sich abfinden | Etwas Unangenehmes akzeptieren, weil man es nicht ändern kann. | Mit dem Regen im Urlaub mussten wir uns wohl oder übel abfinden. |
| abgrenzen | Eine klare Grenze zwischen zwei Dingen oder Bereichen ziehen. | Man kann die beiden Begriffe nur schwer voneinander abgrenzen. |
| sich abgrenzen | Sich bewusst von anderen unterscheiden oder distanzieren. | In der Pubertät wollen sich viele Jugendliche von ihren Eltern abgrenzen. |
| abhalten | Jemanden daran hindern, etwas zu tun; auch: eine Veranstaltung durchführen. | Der Regen konnte uns nicht vom Joggen abhalten. |
| ableiten | Etwas logisch aus etwas anderem gewinnen. | Aus diesen Zahlen lässt sich kein klarer Trend ableiten. |
| abmildern | Etwas weniger stark oder schlimm machen. | Die Regierung will die Folgen der Preissteigerungen für Familien abmildern. |
| abschrecken | Jemandem so viel Angst machen, dass er etwas nicht tut. | Die hohen Bußgelder sollen Raser abschrecken. |
| abschwächen | Etwas weniger stark machen; schwächer werden. | Der Sturm hat sich in der Nacht deutlich abgeschwächt. |
| absehen | Etwas im Voraus erkennen; auch: auf etwas verzichten. | Ein Ende der Bauarbeiten ist noch nicht abzusehen. |
| abstreiten | Behaupten, dass etwas nicht wahr ist, besonders eine Schuld. | Der Angeklagte hat die Tat bis zuletzt abgestritten. |
| abverlangen | Von jemandem eine große Leistung oder Anstrengung fordern. | Die lange Bergtour hat uns alles abverlangt. |
| abwenden | Etwas Schlimmes verhindern; auch: den Blick wegdrehen. | In letzter Minute konnte die Pleite noch abgewendet werden. |
| abwerten | Den Wert von etwas senken; auch: schlecht über jemanden urteilen. | Er neigt leider dazu, die Leistungen seiner Kollegen abzuwerten. |
| ahnden | Ein Vergehen bestrafen. | Verstöße gegen das Rauchverbot werden mit Bußgeldern geahndet. |
| anfechten | Die Gültigkeit einer Entscheidung rechtlich bestreiten. | Der unterlegene Kandidat will das Wahlergebnis vor Gericht anfechten. |
| anführen | An der Spitze stehen; auch: Gründe oder Beispiele nennen. | Können Sie ein konkretes Beispiel für Ihre These anführen? |
| angehen | Ein Problem anpacken; auch: jemanden betreffen. | Wir müssen das Problem mit dem Müll endlich gemeinsam angehen. |
| anhäufen | Sehr viel von etwas sammeln. | Im Laufe der Jahre hat er ein beachtliches Vermögen angehäuft. |
| ankurbeln | Etwas, besonders die Wirtschaft, in Schwung bringen. | Niedrige Zinsen sollen den Konsum ankurbeln. |
| anberaumen | Einen Termin offiziell festlegen. | Der Richter hat die Verhandlung für den 3. Mai anberaumt. |
| sich anmaßen | Sich ein Recht nehmen, das einem nicht zusteht. | Wie kann er sich anmaßen, über mein Leben zu urteilen? |
| annähern | Zwei Dinge einander ähnlicher machen. | Die Vermittler versuchten, die Positionen beider Seiten anzunähern. |
| sich annähern | Näher kommen; einander ähnlicher werden. | Nach langem Streit haben sich die Geschwister wieder angenähert. |
| anprangern | Etwas öffentlich scharf kritisieren. | Die Autorin hat in ihrem Buch die Zustände in der Modeindustrie angeprangert. |
| anstiften | Jemanden dazu bringen, etwas Schlechtes zu tun. | Der ältere Bruder hatte ihn zu dem Diebstahl angestiftet. |
| anvertrauen | Jemandem etwas Wichtiges oder ein Geheimnis zur Obhut geben. | Meine beste Freundin hat mir gestern ein Geheimnis anvertraut. |
| anzetteln | Etwas Negatives, z. B. einen Streit, heimlich vorbereiten und beginnen. | Wer hat die Schlägerei auf dem Schulhof angezettelt? |
| aufbegehren | Sich gegen etwas oder jemanden wehren und protestieren. | Irgendwann begannen die Schüler, gegen die strengen Regeln aufzubegehren. |
| aufbereiten | Etwas so bearbeiten, dass man es nutzen oder gut verstehen kann. | Die Daten wurden für die Präsentation grafisch aufbereitet. |
| aufbürden | Jemandem eine Last oder Pflicht auferlegen. | Man sollte Kindern nicht zu viel Verantwortung aufbürden. |
| aufgreifen | Ein Thema oder einen Gedanken übernehmen und weiterführen. | Die Lehrerin hat die Frage des Schülers gern aufgegriffen. |
| aufrufen | Jemanden öffentlich auffordern; auch: am Computer öffnen. | Die Gewerkschaft hat für Montag zum Streik aufgerufen. |
| aufschieben | Etwas auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. | Unangenehme Aufgaben sollte man nicht ständig aufschieben. |
| aufwerten | Den Wert oder das Ansehen von etwas erhöhen. | Ein neuer Bahnhof würde das ganze Viertel aufwerten. |
| aufzeigen | Etwas deutlich zeigen oder darlegen. | Der Bericht soll Wege aus der Krise aufzeigen. |
| ausarbeiten | Etwas gründlich und im Detail entwerfen. | Bis Freitag muss ich ein Konzept für die Messe ausarbeiten. |
| ausblenden | Etwas bewusst nicht beachten; im Film: langsam verschwinden lassen. | Bei der Arbeit kann sie den Lärm im Großraumbüro völlig ausblenden. |
| ausgrenzen | Jemanden aus einer Gemeinschaft ausschließen. | Niemand sollte wegen seiner Herkunft ausgegrenzt werden. |
| aushandeln | Durch Verhandlungen eine Einigung erreichen. | Die Tarifpartner haben einen neuen Vertrag ausgehandelt. |
| aushalten | Etwas Schwieriges oder Unangenehmes ertragen. | Diese Hitze im Büro ist kaum noch auszuhalten. |
| auslagern | Aufgaben oder Teile eines Betriebs an andere Firmen abgeben. | Viele Unternehmen haben ihre IT an externe Dienstleister ausgelagert. |
| auslegen | Einen Text auf bestimmte Weise deuten; auch: ausbreiten. | Man kann diese Regel ganz unterschiedlich auslegen. |
| ausloten | Genau erkunden, welche Möglichkeiten es gibt. | Wir wollen zunächst die Chancen für eine Zusammenarbeit ausloten. |
| ausschöpfen | Etwas vollständig nutzen. | Die Schule hat ihre Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft. |
| aussetzen | Unterbrechen; auch: ein Tier verlassen oder jemanden einer Gefahr preisgeben. | Wer seinen Hund an der Autobahn aussetzt, macht sich strafbar. |
| ausufern | Außer Kontrolle geraten und zu groß werden. | Die Diskussion drohte zu ausufern, deshalb machten wir eine Pause. |
| bagatellisieren | Etwas als unwichtiger darstellen, als es tatsächlich ist. | Man sollte die Gefahr durch Zecken nicht bagatellisieren. |
| beanspruchen | Etwas fordern, worauf man ein Recht zu haben glaubt; auch: brauchen. | Das neue Projekt wird viel Zeit beanspruchen. |
| beanstanden | Einen Mangel kritisieren und reklamieren. | Der Kunde hat die defekte Lieferung sofort beanstandet. |
| beauftragen | Jemandem eine Aufgabe übertragen. | Wir haben einen Architekten mit der Planung des Hauses beauftragt. |
| bedauern | Etwas schade finden; auch: Mitleid mit jemandem haben. | Ich bedauere sehr, dass ich zu deiner Feier nicht kommen kann. |
| beeinträchtigen | Etwas negativ beeinflussen oder stören. | Der ständige Lärm kann die Konzentration stark beeinträchtigen. |
| befolgen | Sich nach einem Rat oder einer Regel richten. | Hätte ich nur den Rat meiner Mutter befolgt! |
| befremden | Bei jemandem Unverständnis und leichte Ablehnung auslösen. | Sein unhöflicher Ton hat alle Anwesenden befremdet. |
| abwiegeln | Etwas als harmlos darstellen, um Kritik oder Aufregung zu beruhigen. | Statt Fehler zuzugeben, versuchte der Sprecher, die Kritik abzuwiegeln. |
| sich begnügen | Mit weniger zufrieden sein, als man eigentlich wollte. | Wir mussten uns mit einem kleinen Zimmer ohne Aussicht begnügen. |
| beherrschen | Etwas sehr gut können; auch: über etwas Macht haben. | Meine Kollegin beherrscht vier Sprachen fließend. |
| beherzigen | Einen Rat ernst nehmen und danach handeln. | Diesen Tipp deiner Trainerin solltest du unbedingt beherzigen. |
| beibehalten | Etwas so lassen, wie es ist; nicht ändern. | Trotz der Kritik will die Schule die einheitliche Kleidung beibehalten. |
| beimessen | Einer Sache eine bestimmte Bedeutung zuschreiben. | Man sollte dem Gerücht nicht zu viel Bedeutung beimessen. |
| beipflichten | Jemandem ausdrücklich zustimmen. | In diesem Punkt muss ich Ihnen voll und ganz beipflichten. |
| beisteuern | Einen Beitrag zu etwas Gemeinsamem leisten. | Jeder Gast hat etwas zum Buffet beigesteuert. |
| bekräftigen | Etwas noch einmal deutlich bestätigen. | Der Trainer hat seinen Wunsch, im Verein zu bleiben, bekräftigt. |
| bemessen | Die Größe, Dauer oder Menge von etwas festlegen. | Die Frist für die Bewerbung war viel zu knapp bemessen. |
| berufen | Jemanden in ein Amt oder eine Stelle einsetzen. | Sie wurde als Professorin an die Universität Wien berufen. |
| sich berufen | Sich zur Begründung auf etwas oder jemanden beziehen. | Der Journalist beruft sich auf eine anonyme Quelle. |
| beschwichtigen | Jemanden beruhigen, der aufgeregt oder wütend ist. | Der Kellner versuchte, den verärgerten Gast zu beschwichtigen. |
| besiegeln | Etwas endgültig und verbindlich machen. | Mit einem Handschlag besiegelten die beiden Geschäftspartner den Vertrag. |
| bestechen | Jemandem Geld geben, damit er etwas Unerlaubtes tut; auch: beeindrucken. | Der Spieler versuchte, den Schiedsrichter zu bestechen. |
| betrauen | Jemandem eine wichtige Aufgabe übertragen. | Man hat ihn mit der Leitung des Projekts betraut. |
| beugen | Biegen oder krumm machen; auch: sich unterwerfen. | Die Regierung darf sich nicht jedem Druck der Straße beugen. |
| bevormunden | Über jemanden bestimmen, als ob er nicht selbst entscheiden könnte. | Erwachsene Kinder wollen nicht ständig bevormundet werden. |
| bewerkstelligen | Etwas Schwieriges geschickt zustande bringen. | Wie hast du es bewerkstelligt, so schnell einen Termin zu bekommen? |
| bezwecken | Ein bestimmtes Ziel mit etwas verfolgen. | Was willst du mit dieser Frage eigentlich bezwecken? |
| billigen | Etwas gutheißen oder offiziell erlauben. | Der Stadtrat hat den Bauplan mit großer Mehrheit gebilligt. |
| bündeln | Zu einem Bündel zusammenfassen; auch: Kräfte vereinen. | Die Vereine wollen ihre Kräfte im Kampf gegen den Lehrermangel bündeln. |
| deeskalieren | Einen Konflikt entschärfen und beruhigen. | Geschulte Polizisten versuchen, die angespannte Lage zu deeskalieren. |
| dementieren | Eine Meldung offiziell als falsch erklären. | Die Sängerin hat die Gerüchte über ihre Trennung dementiert. |
| differenzieren | Feine Unterschiede machen und beachten. | Bei diesem komplexen Thema muss man genau differenzieren. |
| diskreditieren | Jemandes Ruf oder Glaubwürdigkeit schädigen. | Die anonymen Briefe sollten die Bürgermeisterin diskreditieren. |
| dominieren | Vorherrschen; deutlich überlegen sein. | In der ersten Halbzeit dominierten die Gäste das Spiel. |
| dulden | Etwas erlauben oder ertragen, obwohl man es nicht gut findet. | Gewalt wird an unserer Schule nicht geduldet. |
| durchdringen | Durch etwas hindurchgehen; auch: ganz erfüllen. | Der starke Regen konnte die neue Jacke nicht durchdringen. |
| durchschauen | Jemandes wahre Absichten erkennen. | Sie hat seinen Trick sofort durchschaut. |
| eindämmen | Die Ausbreitung von etwas begrenzen. | Mit Sandsäcken versuchte man, das Hochwasser einzudämmen. |
| einbüßen | Etwas verlieren, besonders Ansehen oder Geld. | Durch den Skandal hat der Politiker viel Vertrauen eingebüßt. |
| eingestehen | Etwas zugeben, oft nach einigem Zögern. | Es fiel ihm schwer, seinen Fehler einzugestehen. |
| einhergehen | Gleichzeitig mit etwas anderem auftreten. | Diese Grippe kann mit hohem Fieber einhergehen. |
| einleiten | Etwas beginnen lassen; in Gang setzen. | Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen den Arzt eingeleitet. |
| einlenken | Nachgeben und zu einem Kompromiss bereit sein. | Nach langen Protesten hat die Firmenleitung schließlich eingelenkt. |
| einschüchtern | Jemandem Angst machen, sodass er sich nicht mehr traut. | Lass dich von seinen Drohungen nicht einschüchtern! |
| einstufen | Einer Stufe oder Kategorie zuordnen. | Experten haben das Risiko als gering eingestuft. |
| eintreffen | Ankommen; auch: wie erwartet geschehen. | Die Gäste werden gegen acht Uhr im Hotel eintreffen. |
| einwilligen | Einer Sache ausdrücklich zustimmen. | Die Patientin hat in die Operation eingewilligt. |
| entbehren | Etwas vermissen oder ohne etwas auskommen müssen. | Auf der Berghütte mussten sie manchen Komfort entbehren. |
| entfalten | Etwas auseinanderlegen; auch: entwickeln. | Hier kann jedes Kind seine Talente frei entfalten. |
| entgehen | Einer Gefahr knapp entkommen; auch: nicht bemerkt werden. | Dieses wichtige Detail ist mir völlig entgangen. |
| entkräften | Einen Vorwurf oder ein Argument widerlegen. | Die Anwältin konnte alle Vorwürfe überzeugend entkräften. |
| entlarven | Die wahre Absicht oder Identität von jemandem aufdecken. | Die Journalisten haben den falschen Arzt entlarvt. |
| entmutigen | Jemandem den Mut oder die Zuversicht nehmen. | Lass dich von der schlechten Note nicht entmutigen! |
| entrüsten | Jemanden heftig empören. | Die Nachricht von der Schließung entrüstete viele Leser. |
| entspringen | Aus einer Quelle hervorkommen; auch: seinen Ursprung haben. | Die Donau entspringt im Schwarzwald. |
| entwerten | Etwas wertlos machen; auch: einen Fahrschein abstempeln. | Vergessen Sie nicht, Ihre Fahrkarte im Bus zu entwerten. |
| erachten | Für etwas halten; auf eine bestimmte Weise beurteilen. | Wir erachten es für notwendig, die Hausordnung zu ändern. |
| erbringen | Eine Leistung oder einen Beweis liefern. | Er konnte keinen Beweis für seine Behauptung erbringen. |
| ausklammern | Ein Thema bewusst nicht behandeln. | Die heikle Frage der Finanzierung wurde im Gespräch ausgeklammert. |
| sich ereignen | Geschehen, passieren. | Der Unfall hat sich gestern Abend auf der A7 ereignet. |
| erfordern | Etwas notwendig machen. | Diese Arbeit erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl. |
| ergründen | Die Ursache oder das Wesen von etwas herausfinden. | Die Forscher wollen die Ursache des Phänomens ergründen. |
| erlahmen | Schwächer werden und nachlassen. | Nach drei Stunden begann das Interesse der Zuhörer zu erlahmen. |
| erlangen | Etwas nach großer Mühe bekommen oder erreichen. | Das Land hat 1991 seine Unabhängigkeit erlangt. |
| erliegen | An etwas sterben; auch: einer Versuchung nachgeben. | Er ist der Versuchung erlegen und hat doch ein Stück Torte gegessen. |
| ermessen | Abschätzen und begreifen, wie groß oder wichtig etwas ist. | Niemand kann ermessen, wie viel Leid diese Flut verursacht hat. |
| erschließen | Ein Gebiet zugänglich machen; auch: aus etwas folgern. | Die Firma will neue Märkte in Asien erschließen. |
| ersuchen | Höflich und förmlich um etwas bitten. | Wir ersuchen Sie, die Rechnung bis Monatsende zu begleichen. |
| erwägen | Über eine Möglichkeit ernsthaft nachdenken. | Die Familie erwägt, nach Kanada auszuwandern. |
| erweisen | Jemandem etwas zukommen lassen, z. B. einen Dienst oder Respekt. | Mit deiner Hilfe hast du mir einen großen Dienst erwiesen. |
| sich erweisen | Sich nach einiger Zeit als etwas Bestimmtes zeigen. | Die Entscheidung hat sich im Nachhinein als richtig erwiesen. |
| erzwingen | Etwas durch Druck oder Gewalt erreichen. | Liebe kann man nicht erzwingen. |
| eskalieren | Sich schnell verschärfen und außer Kontrolle geraten. | Der Streit zwischen den Nachbarn ist völlig eskaliert. |
| etablieren | Etwas fest einführen und dauerhaft verankern. | Das Start-up will eine neue Marke auf dem Markt etablieren. |
| sich etablieren | Sich einen festen, anerkannten Platz verschaffen. | Die junge Band hat sich schnell in der Musikszene etabliert. |
| evaluieren | Etwas nach festgelegten Kriterien prüfen und bewerten. | Das neue Lernprogramm wird nach einem Jahr evaluiert. |
| fernhalten | Dafür sorgen, dass jemand oder etwas nicht in die Nähe kommt. | Medikamente sollte man unbedingt von Kindern fernhalten. |
| fingieren | Etwas vortäuschen, damit es echt wirkt. | Der Mann hatte den Einbruch nur fingiert, um die Versicherung zu betrügen. |
| forcieren | Etwas mit Nachdruck beschleunigen oder vorantreiben. | Die Stadt will den Ausbau der Radwege forcieren. |
| fungieren | Eine bestimmte Rolle oder Aufgabe erfüllen. | Das alte Rathaus fungiert heute als Museum. |
| gebieten | Etwas verlangen oder notwendig machen. | Die Lage auf den glatten Straßen gebietet äußerste Vorsicht. |
| gedenken | An jemanden oder etwas mit Respekt erinnern. | Am Jahrestag gedachten die Menschen der Opfer des Unglücks. |
| gewähren | Jemandem etwas erlauben oder geben. | Die Bank hat uns einen günstigen Kredit gewährt. |
| gewichten | Festlegen, wie wichtig einzelne Teile im Vergleich sind. | Bei der Auswahl werden Erfahrung und Noten unterschiedlich gewichtet. |
| gleichkommen | Einer Sache entsprechen oder ebenbürtig sein. | Die Kürzung der Mittel würde einer Schließung der Bibliothek gleichkommen. |
| gutheißen | Etwas billigen oder für richtig halten. | Ich kann dein Verhalten gegenüber deiner Schwester nicht gutheißen. |
| haften | Für einen Schaden verantwortlich sein; auch: kleben bleiben. | Eltern haften für ihre Kinder. |
| hadern | Mit etwas unzufrieden sein und es nicht akzeptieren können. | Nach der Verletzung hadert der Fußballer noch immer mit seinem Schicksal. |
| handhaben | Mit etwas umgehen; etwas anwenden. | Wie handhaben Sie das mit den Überstunden in Ihrer Firma? |
| hegen | Ein Gefühl oder einen Gedanken in sich tragen; auch: pflegen. | Sie hegt schon lange den Wunsch, ein eigenes Café zu eröffnen. |
| heraufbeschwören | Etwas Schlimmes verursachen; auch: Erinnerungen wachrufen. | Sein unbedachter Kommentar hat einen heftigen Streit heraufbeschworen. |
| herausstellen | Etwas besonders betonen. | Die Rednerin hat die Vorteile des Plans deutlich herausgestellt. |
| sich herausstellen | Sich als wahr oder als etwas Bestimmtes zeigen. | Später hat sich herausgestellt, dass der Zeuge gelogen hatte. |
| herbeiführen | Etwas bewirken oder verursachen. | Die Gespräche sollen endlich eine Einigung herbeiführen. |
| herleiten | Den Ursprung oder die Begründung von etwas aus etwas anderem gewinnen. | Der Name des Dorfes lässt sich aus dem Lateinischen herleiten. |
| hindeuten | Ein Zeichen oder Hinweis auf etwas sein. | Die Spuren am Fenster scheinen auf einen Einbruch hinzudeuten. |
| hinnehmen | Etwas akzeptieren, ohne sich zu wehren. | Diese Mieterhöhung wollen die Bewohner nicht einfach hinnehmen. |
| hinauslaufen | Zu einem bestimmten Ergebnis führen. | Am Ende wird es wohl auf einen Kompromiss hinauslaufen. |
| abebben | Langsam schwächer werden und nachlassen. | Nach einigen Wochen ist die Aufregung um den Skandal abgeebbt. |
| sich hinwegsetzen | Etwas bewusst nicht beachten, z. B. eine Regel oder einen Rat. | Der Fahrer hat sich über alle Verkehrsregeln hinweggesetzt. |
| honorieren | Eine Leistung anerkennen oder bezahlen. | Die Firma honoriert besonderes Engagement mit einem Bonus. |
| implizieren | Etwas mit einschließen, ohne es ausdrücklich zu sagen. | Seine Frage impliziert, dass er mir nicht ganz vertraut. |
| initiieren | Etwas in Gang setzen; den Anstoß zu etwas geben. | Die Schülerin hat eine Spendenaktion für das Tierheim initiiert. |
| innehaben | Ein Amt oder eine Position besitzen. | Sie wird den Posten der Direktorin noch zwei Jahre innehaben. |
| instrumentalisieren | Jemanden oder etwas für eigene Zwecke benutzen. | Man darf Kinder nicht für die Ziele von Erwachsenen instrumentalisieren. |
| intervenieren | In eine Angelegenheit eingreifen. | Als der Streit eskalierte, musste der Lehrer intervenieren. |
| kapitulieren | Sich ergeben; auch: aufgeben, weil man nicht mehr weiterkann. | Vor dem Berg an Hausaufgaben kapitulierte er schließlich. |
| kollidieren | Zusammenstoßen; auch: zeitlich in Konflikt geraten. | Auf der Kreuzung sind zwei Lastwagen kollidiert. |
| konkretisieren | Etwas genauer und deutlicher darstellen. | Können Sie Ihren Vorschlag noch etwas konkretisieren? |
| konstatieren | Etwas sachlich feststellen. | Bei der Kontrolle konstatierte die Ärztin eine leichte Besserung. |
| kontern | Auf einen Angriff oder eine Kritik schlagfertig antworten. | Auf die Vorwürfe konterte die Ministerin mit einer Gegenfrage. |
| legitimieren | Etwas rechtfertigen oder als rechtmäßig anerkennen. | Ein guter Zweck kann solche Mittel nicht legitimieren. |
| lenken | Steuern; die Richtung von etwas bestimmen. | Mit einer geschickten Frage lenkte sie das Gespräch auf ein anderes Thema. |
| marginalisieren | An den Rand drängen; als unwichtig behandeln. | Ältere Arbeitnehmer werden in vielen Firmen marginalisiert. |
| maßregeln | Jemanden streng tadeln oder bestrafen. | Der Spieler wurde vom Verein für sein Verhalten gemaßregelt. |
| mobilisieren | Menschen oder Kräfte für ein Ziel aktivieren. | Die Initiative konnte Tausende Menschen für die Demonstration mobilisieren. |
| monieren | Etwas bemängeln und kritisieren. | Der Prüfer monierte die fehlenden Quellenangaben in der Arbeit. |
| nachgehen | Etwas genau untersuchen; auch: eine Tätigkeit regelmäßig ausüben. | Die Polizei will jedem Hinweis aus der Bevölkerung nachgehen. |
| nachkommen | Eine Pflicht oder Bitte erfüllen; auch: später folgen. | Er ist seiner Pflicht, Unterhalt zu zahlen, nicht nachgekommen. |
| negieren | Etwas verneinen oder nicht anerkennen. | Man kann das Problem nicht einfach negieren. |
| nötigen | Jemanden mit Druck zu etwas zwingen. | Der Verkäufer versuchte, uns zu einem teuren Vertrag zu nötigen. |
| offenbaren | Etwas Verborgenes zeigen oder bekannt machen. | Erst nach Jahren offenbarte er seiner Familie die Wahrheit. |
| offenlegen | Etwas öffentlich zugänglich machen, z. B. Zahlen oder Interessen. | Abgeordnete sollen ihre Nebeneinkünfte offenlegen. |
| pauschalisieren | Zu stark verallgemeinern. | Man sollte nicht pauschalisieren: Nicht alle Touristen sind laut. |
| polarisieren | Meinungen stark in zwei Lager spalten. | Der neue Film des Regisseurs polarisiert das Publikum. |
| praktizieren | Etwas regelmäßig ausüben; als Arzt tätig sein. | Seine Tante praktiziert seit zwanzig Jahren als Zahnärztin in Köln. |
| priorisieren | Festlegen, was zuerst erledigt werden soll. | Bei so vielen Aufgaben muss man lernen zu priorisieren. |
| propagieren | Eine Idee öffentlich und mit Nachdruck verbreiten. | Die Kampagne propagiert einen gesunden Lebensstil. |
| relativieren | Etwas in Beziehung zu anderem setzen und dadurch abschwächen. | Später versuchte der Trainer, seine harte Kritik zu relativieren. |
| resignieren | Aufgeben, weil man keine Hoffnung mehr hat. | Nach der zehnten Absage hat sie fast resigniert. |
| revidieren | Eine Meinung oder Entscheidung ändern. | Nach unserem Gespräch musste ich mein Urteil über ihn revidieren. |
| rügen | Jemanden offiziell tadeln. | Der Richter rügte den Zeugen wegen seines Verhaltens. |
| sanktionieren | Ein Fehlverhalten bestrafen; auch: offiziell genehmigen. | Verstöße gegen die Regeln werden streng sanktioniert. |
| scheitern | Keinen Erfolg haben; nicht zum Ziel kommen. | Die Verhandlungen sind in letzter Minute gescheitert. |
| schmälern | Etwas kleiner oder geringer machen. | Der kleine Fehler schmälert ihren Erfolg nicht. |
| schüren | Feuer anfachen; auch: negative Gefühle verstärken. | Solche Schlagzeilen schüren nur unnötig Ängste. |
| signalisieren | Durch Zeichen oder Worte zu verstehen geben. | Die Gegenseite hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. |
| sondieren | Vorsichtig erkunden, wie die Lage ist. | Die Parteien wollen zunächst sondieren, ob eine Zusammenarbeit möglich ist. |
| spekulieren | Vermutungen anstellen; auch: an der Börse auf Gewinne setzen. | Über die Gründe für die Trennung kann man nur spekulieren. |
| stagnieren | Stillstehen; sich nicht weiterentwickeln. | Die Verkaufszahlen stagnieren seit Monaten. |
| standhalten | Einer Belastung widerstehen. | Das alte Dach hat dem Sturm nicht standgehalten. |
| stigmatisieren | Jemanden wegen eines Merkmals negativ abstempeln. | Menschen mit Depressionen dürfen nicht stigmatisiert werden. |
| stillstehen | Sich nicht bewegen; nicht in Betrieb sein. | Wegen des Stromausfalls musste die Produktion zwei Tage stillstehen. |
| tätigen | Etwas ausführen, besonders Geschäfte oder Käufe (Amtssprache). | Die Firma will im nächsten Jahr große Investitionen tätigen. |
| thematisieren | Etwas zum Thema machen und darüber sprechen. | Der Film thematisiert die Einsamkeit im Alter. |
| tilgen | Schulden zurückzahlen; auch: vollständig löschen. | Nach zwanzig Jahren hatten sie den Kredit endlich getilgt. |
| torpedieren | Einen Plan absichtlich zum Scheitern bringen. | Die Opposition versucht, das Reformprojekt zu torpedieren. |
| überbrücken | Eine Zeit oder einen Abstand überwinden. | Mit einem Nebenjob will er die Zeit bis zum Studium überbrücken. |
| überdenken | Noch einmal gründlich über etwas nachdenken. | Bitte überdenken Sie Ihre Entscheidung noch einmal. |
| übereinstimmen | Gleich sein oder die gleiche Meinung haben. | Ich hoffe, dass unsere Ansichten in diesem Punkt übereinstimmen. |
| übergehen | Jemanden oder etwas nicht beachten. | Bei der Beförderung wurde sie schon wieder übergangen. |
| überschätzen | Etwas für größer oder besser halten, als es ist. | Viele Autofahrer überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten. |
| überschreiten | Über eine Grenze oder ein Maß hinausgehen. | Der Fahrer hatte die Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten. |
| überspitzen | Etwas übertrieben darstellen. | Der Kabarettist hat die Situation bewusst überspitzt. |
| umreißen | Etwas kurz in den wichtigsten Punkten beschreiben. | Können Sie das Projekt in wenigen Sätzen umreißen? |
| unterbinden | Etwas verhindern oder stoppen. | Die Schulleitung will das Rauchen auf dem Gelände unterbinden. |
| unterbreiten | Jemandem etwas vorlegen, z. B. einen Vorschlag. | Gern möchten wir Ihnen ein Angebot unterbreiten. |
| unterstellen | Jemandem ohne Beweis etwas Negatives vorwerfen; auch: unterordnen. | Willst du mir etwa unterstellen, dass ich gelogen habe? |
| unterziehen | Etwas einer Prüfung oder Behandlung aussetzen. | Die Patientin musste sich einer Operation unterziehen. |
| untermauern | Eine Behauptung mit Argumenten oder Belegen stützen. | Sie konnte ihre These mit vielen Zahlen untermauern. |
| veräußern | Etwas verkaufen (Amtssprache). | Die Stadt will das alte Schwimmbad an einen Investor veräußern. |
| verankern | Fest verbinden; auch: verbindlich festlegen. | Das Recht auf Bildung ist in der Verfassung verankert. |
| verbuchen | In die Bücher eintragen; auch: als Erfolg erzielen. | Der Verein konnte am Wochenende einen wichtigen Sieg verbuchen. |
| verdrehen | Falsch darstellen; auch: zu stark drehen. | Du verdrehst mir die Worte im Mund! |
| vereiteln | Einen Plan oder eine Tat verhindern. | Die Polizei konnte den Überfall in letzter Minute vereiteln. |
| verfälschen | Etwas so verändern, dass es nicht mehr stimmt. | Ein einziger Messfehler kann das ganze Ergebnis verfälschen. |
| verfechten | Eine Meinung entschieden vertreten. | Die Professorin verficht seit Jahren eine umstrittene Theorie. |
| verharmlosen | Etwas als ungefährlicher darstellen, als es ist. | Kritiker werfen der Firma vor, die Risiken des Produkts zu verharmlosen. |
| verheimlichen | Etwas absichtlich nicht erzählen. | Er hat seiner Frau die Schulden lange verheimlicht. |
| verkennen | Etwas falsch einschätzen oder nicht richtig erkennen. | Man darf den Ernst der Lage nicht verkennen. |
| verkörpern | Eine Rolle spielen; auch: ein typisches Beispiel für etwas sein. | Für viele verkörpert der Sportler den Traum vom sozialen Aufstieg. |
| verleihen | Eine Auszeichnung überreichen; auch: etwas leihweise weggeben. | Der Preis wird jedes Jahr an junge Künstler verliehen. |
| verleiten | Jemanden dazu bringen, etwas Falsches oder Unvernünftiges zu tun. | Das schöne Wetter hat uns dazu verleitet, die Arbeit liegen zu lassen. |
| verleumden | Falsche, schädigende Behauptungen über jemanden verbreiten. | Der Nachbar hat sie im ganzen Dorf verleumdet. |
| vermarkten | Ein Produkt anbieten und verkaufen. | Der Bauer vermarktet seinen Käse direkt im Hofladen. |
| vernetzen | Miteinander verbinden. | Auf der Konferenz konnte ich mich mit vielen Kollegen vernetzen. |
| verordnen | Etwas offiziell anordnen; ein Medikament verschreiben. | Der Arzt hat ihr eine Woche Bettruhe verordnet. |
| verschleiern | Etwas verbergen oder absichtlich unklar machen. | Mit geschickten Formulierungen versuchte er, die Verluste zu verschleiern. |
| versiegen | Aufhören zu fließen; auch: zu Ende gehen. | Im heißen Sommer ist die Quelle versiegt. |
| verspielen | Durch Spielen verlieren; auch: durch eigene Schuld verlieren. | Durch die Lüge hat er das Vertrauen seiner Freunde verspielt. |
| verstoßen | Eine Regel nicht einhalten; auch: jemanden ausschließen. | Wer gegen die Hausordnung verstößt, bekommt eine Abmahnung. |
| vertagen | Auf einen späteren Termin verschieben. | Die Sitzung wurde auf nächste Woche vertagt. |
| vertuschen | Etwas Negatives verheimlichen, damit es niemand erfährt. | Die Firma versuchte, den Skandal zu vertuschen. |
| verwerfen | Einen Plan aufgeben oder ablehnen. | Nach langer Diskussion haben wir die Idee wieder verworfen. |
| verwurzeln | Fest in etwas verankern; meist im Partizip gebraucht. | Die Familie ist seit Generationen tief in der Region verwurzelt. |
| verzeichnen | Aufschreiben; auch: feststellen oder erzielen. | Die Tourismusbranche konnte ein Plus von zehn Prozent verzeichnen. |
| vollziehen | Ausführen, durchführen. | In der Firma hat sich ein grundlegender Wandel vollzogen. |
| vorantreiben | Etwas mit Energie weiterentwickeln. | Die Regierung will den Ausbau des Glasfasernetzes vorantreiben. |
| vorbehalten | Ein Recht für sich oder andere reservieren. | Änderungen des Programms sind vorbehalten. |
| vorgeben | Etwas behaupten, das nicht stimmt; auch: festlegen. | Er hat nur vorgegeben, krank zu sein. |
| vorgehen | Handeln; auf eine bestimmte Art verfahren. | Die Behörden wollen härter gegen Raser vorgehen. |
| walten | Wirken, herrschen (gehoben). | Bei dieser Entscheidung sollte man Vernunft walten lassen. |
| wahren | Etwas erhalten oder schützen, z. B. Interessen oder den guten Ton. | Trotz des Streits versuchten beide, den Schein zu wahren. |
| widerlegen | Beweisen, dass etwas falsch ist. | Die neue Studie widerlegt diese weit verbreitete Annahme. |
| widerspiegeln | Zurückwerfen wie ein Spiegel; auch: zum Ausdruck bringen. | Das Wahlergebnis scheint die Unzufriedenheit vieler Menschen widerzuspiegeln. |
| zersetzen | Langsam auflösen oder zerstören. | Plastik braucht Hunderte von Jahren, um sich zu zersetzen. |
| zugrunde legen | Etwas als Basis für eine Berechnung oder Überlegung verwenden. | Wir sollten der Planung realistische Zahlen zugrunde legen. |
| zumuten | Von jemandem etwas Unangenehmes oder Schwieriges verlangen. | Diesen langen Fußweg kann man den kleinen Kindern nicht zumuten. |
| zurückgreifen | Etwas, das vorhanden ist, nutzen. | Im Notfall können wir auf unsere Ersparnisse zurückgreifen. |
| zurückhalten | Etwas nicht herausgeben; auch: jemanden aufhalten. | Die Behörde hat wichtige Informationen zurückgehalten. |
| sich zurückhalten | Sich vorsichtig oder bescheiden verhalten. | Beim Nachtisch solltest du dich heute etwas zurückhalten. |
| zurückstellen | An den alten Platz stellen; auch: auf später verschieben. | Wir müssen unsere Urlaubspläne vorerst zurückstellen. |
| zusichern | Etwas fest versprechen. | Der Vermieter hat uns eine baldige Reparatur zugesichert. |
| ambivalent | Mit widersprüchlichen Gefühlen oder Bewertungen verbunden. | Zu ihrem Heimatdorf hat sie ein ambivalentes Verhältnis. |
| ambitioniert | Ehrgeizig; mit hohen Zielen. | Die Stadt verfolgt ein sehr ambitioniertes Klimaprogramm. |
| angebracht | Passend und angemessen in einer bestimmten Situation. | Ein Witz wäre in diesem Moment nicht angebracht. |
| anmaßend | Überheblich; so, als hätte man mehr Rechte als andere. | Ich finde seinen Ton gegenüber den Kollegen ziemlich anmaßend. |
| anschaulich | So, dass man es sich gut vorstellen kann. | Die Lehrerin erklärt die Grammatik sehr anschaulich. |
| ansprechend | Angenehm und attraktiv. | Das kleine Restaurant hat eine ansprechende Atmosphäre. |
| antiquiert | Altmodisch und nicht mehr zeitgemäß. | Seine Vorstellungen von Erziehung sind ziemlich antiquiert. |
| argwöhnisch | Misstrauisch; voller Verdacht. | Der Hund beobachtete den Briefträger argwöhnisch. |
| ausschlaggebend | Entscheidend für ein Ergebnis. | Der Preis war für unsere Wahl ausschlaggebend. |
| authentisch | Echt und unverfälscht. | Dank der Originalschauplätze wirkt der Film sehr authentisch. |
| autoritär | Mit strenger Macht, die unbedingten Gehorsam fordert. | Der neue Chef hat einen sehr autoritären Führungsstil. |
| banal | Gewöhnlich und ohne Tiefe. | Die Lösung des Rätsels war geradezu banal. |
| beachtlich | Ziemlich groß oder bedeutend. | Für ihr Alter hat die Pianistin beachtliche Erfolge erzielt. |
| bedacht | Sorgfältig und mit Überlegung; auf etwas achtend. | Er ist stets darauf bedacht, keine Fehler zu machen. |
| beflissen | Sehr eifrig darum bemüht, alles richtig zu machen. | Der beflissene Kellner brachte uns sofort die Speisekarte. |
| befremdlich | Seltsam und irritierend. | Ich fand seine Reaktion auf die Nachricht ziemlich befremdlich. |
| beiläufig | Nebenbei, ohne besondere Betonung. | Sie erwähnte ganz beiläufig, dass sie im Sommer heiraten wird. |
| belanglos | Unwichtig, ohne Bedeutung. | Beim Essen unterhielten wir uns über belanglose Dinge. |
| berechenbar | So, dass man es vorhersehen kann. | Das Wetter in den Bergen ist kaum berechenbar. |
| beträchtlich | Ziemlich groß im Umfang. | Der Sturm hat beträchtliche Schäden an den Dächern verursacht. |
| bezeichnend | Typisch und aufschlussreich für jemanden oder etwas. | Es ist bezeichnend für ihn, dass er wieder zu spät kommt. |
| brisant | Heikel und mit großem Potenzial für Streit. | Der Bericht enthält brisante Informationen über den Konzern. |
| couragiert | Mutig, besonders wenn man sich für andere einsetzt. | Durch ihr couragiertes Eingreifen verhinderte sie eine Schlägerei. |
| dauerhaft | Lange bestehend; nicht nur vorübergehend. | Wir suchen eine dauerhafte Lösung für das Parkproblem. |
| defizitär | So, dass mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird. | Das städtische Schwimmbad arbeitet seit Jahren defizitär. |
| dezent | Unauffällig und zurückhaltend. | Zum Vorstellungsgespräch trug sie ein dezentes Make-up. |
| diffus | Unklar und verschwommen. | Ich habe nur noch eine diffuse Erinnerung an jenen Abend. |
| dubios | Zweifelhaft und verdächtig. | Er macht Geschäfte mit einer ziemlich dubiosen Firma. |
| eigenwillig | Mit eigenen, ungewöhnlichen Vorstellungen; schwer zu beeinflussen. | Der Architekt ist für seinen eigenwilligen Stil bekannt. |
| eindringlich | Sehr deutlich und nachdrücklich, sodass es wirkt. | Die Ärztin warnte ihn eindringlich vor den Folgen des Rauchens. |
| einschlägig | Zu einem bestimmten Fachgebiet gehörend und dafür passend. | Für die Stelle brauchen Sie einschlägige Berufserfahrung. |
| eklatant | Sehr auffällig und offensichtlich, meist im negativen Sinn. | Das Urteil ist ein eklatanter Fehler der Justiz. |
| elementar | Grundlegend und sehr wichtig. | Lesen und Schreiben sind elementare Fähigkeiten. |
| empirisch | Auf Beobachtung und Erfahrung beruhend. | Die Hypothese wurde in mehreren Studien empirisch überprüft. |
| engstirnig | Nicht offen für andere Meinungen und Ideen. | Sein Onkel ist leider sehr engstirnig und hört niemandem zu. |
| erbittert | Mit großer Härte und Verbissenheit. | Die beiden Mannschaften lieferten sich einen erbitterten Kampf. |
| erhaben | Würdevoll und großartig; auch: über etwas stehend. | Über solche kleinlichen Vorwürfe ist sie längst erhaben. |
| ernüchternd | Enttäuschend, weil die Wirklichkeit schlechter ist als erhofft. | Das Ergebnis der Umfrage war für die Partei ernüchternd. |
| erschwinglich | So, dass man es bezahlen kann. | In der Innenstadt gibt es kaum noch erschwingliche Wohnungen. |
| explizit | Ausdrücklich und deutlich gesagt. | Im Vertrag wird explizit erwähnt, dass Rauchen verboten ist. |
| implizit | Nicht direkt ausgesprochen, aber mitgemeint. | Seine Kritik war nicht offen, sondern eher implizit. |
| fadenscheinig | Nicht überzeugend und leicht zu durchschauen. | Er entschuldigte sich mit einer fadenscheinigen Ausrede. |
| fahrlässig | Ohne die nötige Vorsicht, sodass ein Schaden entstehen kann. | Wer betrunken Auto fährt, handelt grob fahrlässig. |
| fatal | Mit sehr schlimmen Folgen verbunden. | Der kleine Fehler des Piloten hatte fatale Folgen. |
| fundiert | Gut begründet; auf solidem Wissen beruhend. | Sie verfügt über ein fundiertes Wissen in Statistik. |
| gängig | Üblich und weit verbreitet. | Das ist eine gängige Methode in der Forschung. |
| gediegen | Solide, hochwertig und geschmackvoll. | Das alte Hotel bietet eine gediegene Ausstattung aus Holz. |
| gegensätzlich | Völlig verschieden; einander entgegengesetzt. | Die Geschwister haben ganz gegensätzliche Charaktere. |
| gehoben | Anspruchsvoll und über dem Durchschnitt. | Das Restaurant gehört zur gehobenen Gastronomie. |
| geläufig | Bekannt und oft gebraucht. | Dieser Ausdruck ist mir leider nicht geläufig. |
| gemäßigt | Nicht extrem; maßvoll. | In Mitteleuropa herrscht ein gemäßigtes Klima. |
| geringfügig | Sehr klein oder unbedeutend. | Die Preise sind im letzten Monat nur geringfügig gestiegen. |
| gesittet | Mit guten Manieren; anständig. | Bitte benehmt euch beim Essen bei Oma gesittet! |
| gewagt | Riskant oder kühn. | Das war ein gewagtes Überholmanöver auf der nassen Straße. |
| gravierend | Sehr schwer und mit ernsten Folgen. | Bei der Prüfung des Gebäudes wurden gravierende Mängel festgestellt. |
| halbherzig | Ohne echtes Engagement und ohne Überzeugung. | Die Reform war nur ein halbherziger Versuch, das Problem zu lösen. |
| handfest | Konkret und deutlich; auch: kräftig. | Für den Vorwurf gibt es keine handfesten Beweise. |
| heikel | Schwierig und unangenehm, weil man leicht Fehler macht. | Das ist ein heikles Thema, über das wir vorsichtig sprechen sollten. |
| hinfällig | Nicht mehr gültig oder nötig; auch: körperlich schwach. | Durch die neue Regelung ist mein Antrag hinfällig geworden. |
| hinreichend | Genügend; so viel, wie nötig ist. | Für eine Verurteilung gab es keine hinreichenden Beweise. |
| homogen | Gleichartig in allen Teilen. | Die Gruppe ist in Bezug auf Alter und Herkunft sehr homogen. |
| heterogen | Aus verschiedenartigen Teilen bestehend. | Die Teilnehmer des Sprachkurses sind sehr heterogen. |
| immens | Riesig; außerordentlich groß. | Der Bau des Tunnels verschlang immense Summen. |
| inhaltlich | Den Inhalt betreffend. | Inhaltlich war der Vortrag gut, aber der Redner sprach zu leise. |
| integer | Ehrlich und moralisch einwandfrei. | Sie gilt als absolut integre Politikerin. |
| kohärent | Logisch zusammenhängend. | Die Argumentation des Aufsatzes ist klar und kohärent. |
| kompakt | Klein, aber alles Wichtige enthaltend; dicht. | Die Kamera ist so kompakt, dass sie in jede Jackentasche passt. |
| konform | Übereinstimmend mit Regeln oder Erwartungen. | Das neue Gerät ist mit allen EU-Normen konform. |
| kurzsichtig | Schlecht in die Ferne sehend; auch: nicht an die Zukunft denkend. | Es wäre kurzsichtig, jetzt ausgerechnet bei der Bildung zu sparen. |
| lapidar | Kurz und knapp, ohne weitere Erklärung. | Auf meine lange E-Mail kam nur eine lapidare Antwort. |
| latent | Vorhanden, aber nicht sichtbar oder aktiv. | Unter den Kollegen gibt es eine latente Unzufriedenheit. |
| lukrativ | Viel Gewinn bringend. | Der Ingenieur bekam ein lukratives Angebot aus der Industrie. |
| marginal | Sehr gering; nur am Rand bedeutend. | Die Unterschiede zwischen den beiden Tarifen sind marginal. |
| mehrdeutig | Mit mehr als einer möglichen Bedeutung. | Der Satz ist mehrdeutig und kann leicht missverstanden werden. |
| eindimensional | Einseitig und vereinfachend; ohne Tiefe. | Die Figuren des Romans wirken leider ziemlich eindimensional. |
| mittelfristig | Für einen Zeitraum von einigen Jahren. | Mittelfristig wollen wir eine zweite Filiale eröffnen. |
| mündig | Alt und reif genug, um selbst zu entscheiden. | Eine Demokratie braucht mündige Bürgerinnen und Bürger. |
| nachdrücklich | Mit großer Entschiedenheit und Betonung. | Der Anwalt riet ihm nachdrücklich, nichts zu unterschreiben. |
| nachweislich | So, dass es bewiesen werden kann. | Der Angeklagte war zur Tatzeit nachweislich in Paris. |
| nennenswert | Wichtig oder groß genug, um erwähnt zu werden. | Bei der Umstellung gab es keine nennenswerten Probleme. |
| nüchtern | Nicht betrunken; auch: sachlich, ohne Gefühle. | Trotz der Aufregung betrachtete sie die Lage ganz nüchtern. |
| obsolet | Überflüssig, weil nicht mehr zeitgemäß. | Durch die Digitalisierung sind viele Formulare obsolet geworden. |
| offenherzig | Offen und ehrlich, ohne etwas zu verbergen. | In dem Interview sprach die Sängerin sehr offenherzig über ihre Krankheit. |
| opportun | Im Moment günstig oder angebracht. | Es schien ihm nicht opportun, gerade jetzt nach mehr Gehalt zu fragen. |
| paradox | Widersinnig; scheinbar unlogisch. | Es klingt paradox, aber manchmal kommt man langsam schneller ans Ziel. |
| pauschal | Allgemein, ohne Unterscheidung; auch: als Gesamtbetrag. | Man kann nicht pauschal sagen, dass alle Politiker lügen. |
| pikant | Würzig; auch: heikel und ein wenig anstößig. | Die Affäre bekam durch die neuen Fotos eine pikante Note. |
| plakativ | Stark vereinfachend und auffällig. | Die Slogans der Werbekampagne sind sehr plakativ. |
| pragmatisch | Praktisch und an der Sache orientiert. | Wir brauchen jetzt eine pragmatische Lösung, keine langen Theorien. |
| prekär | Unsicher und schwierig, besonders in finanzieller Hinsicht. | Viele freie Künstler leben in prekären Verhältnissen. |
| prägnant | Kurz und treffend formuliert. | Fassen Sie die Ergebnisse bitte prägnant zusammen. |
| prinzipiell | Grundsätzlich; im Allgemeinen. | Prinzipiell habe ich nichts gegen Hunde, aber nicht in meiner Wohnung. |
| profitabel | Gewinn bringend. | Nach drei Jahren arbeitet das Start-up endlich profitabel. |
| rapide | Sehr schnell. | Die Zahl der Neuanmeldungen stieg rapide an. |
| rigoros | Streng und ohne Ausnahmen. | Die Schule geht rigoros gegen Mobbing vor. |
| sachgemäß | Richtig und so, wie es der Sache entspricht. | Bei sachgemäßer Lagerung hält der Käse mehrere Wochen. |
| schlüssig | Logisch und überzeugend. | Die Argumentation der Verteidigung war nicht schlüssig. |
| schwerwiegend | Sehr ernst und mit bedeutenden Folgen. | Der Torwart hat sich eine schwerwiegende Verletzung zugezogen. |
| signifikant | Deutlich und bedeutsam; in der Statistik: nicht zufällig. | Die Studie zeigt einen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. |
| sorglos | Ohne Sorgen; auch: ohne die nötige Vorsicht. | Viele Nutzer gehen viel zu sorglos mit ihren Passwörtern um. |
| stichhaltig | So gut begründet, dass man es nicht widerlegen kann. | Die Anwältin brachte stichhaltige Argumente vor. |
| stringent | Streng logisch und folgerichtig. | Die Doktorarbeit ist klar und stringent aufgebaut. |
| subtil | Fein und nicht sofort erkennbar. | Der Film arbeitet mit subtilem Humor. |
| tiefgreifend | Grundlegend und mit starker Wirkung. | Die Digitalisierung führt zu tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeitswelt. |
| tragfähig | Stabil genug, um zu halten; auch: als Grundlage geeignet. | Wir brauchen ein tragfähiges Konzept für die Zukunft des Vereins. |
| trügerisch | Falsche Hoffnungen weckend; täuschend. | Die Ruhe vor dem Sturm war trügerisch. |
| überholt | Veraltet; nicht mehr aktuell. | Diese Ansichten über Kindererziehung sind längst überholt. |
| unangemessen | Nicht passend oder angebracht. | Seine Bemerkung während der Trauerfeier war völlig unangemessen. |
| unbedenklich | Ohne Gefahr oder Risiko. | Das Medikament ist auch für Kinder unbedenklich. |
| unerlässlich | Unbedingt notwendig. | Eine gute Vorbereitung ist für diese Prüfung unerlässlich. |
| unmittelbar | Direkt, ohne Umweg oder Verzögerung. | Das Hotel liegt unmittelbar am Strand. |
| unscheinbar | Nicht auffällig; leicht zu übersehen. | Hinter der unscheinbaren Tür verbirgt sich ein tolles Restaurant. |
| unterschwellig | Unbewusst wirkend; nicht offen gezeigt. | In seiner Stimme lag ein unterschwelliger Vorwurf. |
| unverhältnismäßig | Zu groß oder zu stark im Vergleich zum Anlass. | Die Strafe für den kleinen Diebstahl war unverhältnismäßig hoch. |
| unzulässig | Nach den Regeln oder Gesetzen nicht erlaubt. | Diese Frage im Vorstellungsgespräch ist rechtlich unzulässig. |
| verbissen | Hartnäckig und angestrengt, oft zu ernst. | Er trainiert verbissen für die Olympischen Spiele. |
| verfrüht | Zu früh; bevor der richtige Zeitpunkt gekommen ist. | Es ist noch verfrüht, von einem Sieg zu sprechen. |
| verhalten | Zurückhaltend und vorsichtig. | Die Reaktion des Publikums auf das neue Stück war eher verhalten. |
| verheerend | Furchtbar zerstörerisch. | Das Erdbeben hatte verheerende Folgen für die ganze Region. |
| verlässlich | Zuverlässig; so, dass man ihm vertrauen kann. | Unser Lieferant ist ein verlässlicher Partner. |
| vermeintlich | Fälschlich angenommen; nur scheinbar. | Der vermeintliche Experte hatte nicht einmal ein Studium abgeschlossen. |
| versiert | Erfahren und geschickt in einem Fachgebiet. | Sie ist eine versierte Übersetzerin für juristische Texte. |
| vertretbar | So, dass man es rechtfertigen kann. | Die Kosten sind in einem vertretbaren Rahmen geblieben. |
| verwerflich | Moralisch schlecht. | Es ist verwerflich, die Notlage anderer Menschen auszunutzen. |
| vielschichtig | Mit vielen Ebenen und Aspekten; komplex. | Das Problem ist vielschichtig und nicht schnell zu lösen. |
| vordergründig | Nur oberflächlich; auf den ersten Blick. | Vordergründig geht es um Geld, aber eigentlich um Anerkennung. |
| vorbildlich | So gut, dass andere es nachahmen sollten. | Der Schüler hat sich bei dem Unfall vorbildlich verhalten. |
| weitreichend | Mit großen Auswirkungen. | Die Entscheidung des Gerichts hat weitreichende Konsequenzen. |
| wegweisend | Richtungweisend für die Zukunft. | Das Urteil gilt als wegweisend für den Datenschutz. |
| wohlhabend | Reich; mit viel Geld und Besitz. | Sie stammt aus einer wohlhabenden Familie. |
| zielführend | Geeignet, um ein Ziel zu erreichen. | Ständiges Streiten ist in dieser Situation nicht zielführend. |
| zögerlich | Unentschlossen und langsam. | Die Regierung reagierte nur zögerlich auf die Krise. |
| zulässig | Nach den Regeln oder Gesetzen erlaubt. | Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt hier 50 km/h. |
| zurückhaltend | Ruhig und eher schüchtern; vorsichtig. | Der neue Kollege ist sehr zurückhaltend und spricht wenig. |
| zwiespältig | Widersprüchlich; mit gemischten Gefühlen. | Der Film hinterließ bei mir einen zwiespältigen Eindruck. |
| abgesehen von | Wird benutzt, um etwas auszunehmen; bedeutet „außer“. | Abgesehen von dem Regen war der Urlaub perfekt. |
| alles in allem | Wird benutzt, um eine Gesamtbewertung einzuleiten. | Alles in allem war es ein gelungener Abend. |
| allerseits | Für alle oder bei allen Anwesenden. | Guten Morgen allerseits, schön, dass ihr da seid! |
| anderweitig | Auf andere Weise oder an andere Personen. | Die Wohnung wurde leider schon anderweitig vergeben. |
| andernfalls | Sonst; wenn das nicht geschieht. | Bitte zahlen Sie bis Freitag, andernfalls berechnen wir Mahngebühren. |
| anlässlich | Aus Anlass von; mit Genitiv gebraucht. | Anlässlich seines Geburtstags gab es ein großes Fest. |
| außerstande | Nicht fähig, etwas zu tun. | Nach dem Schock war sie außerstande, ein Wort zu sagen. |
| dementsprechend | So, wie es dazu passt; folglich. | Er hatte kaum geschlafen und war dementsprechend müde. |
| dergleichen | Solche Dinge; so etwas. | Bücher, Zeitschriften und dergleichen verkaufen wir auf dem Flohmarkt. |
| derartig | So stark oder so sehr; von dieser Art. | Einen derartigen Lärm habe ich noch nie gehört. |
| dessen ungeachtet | Trotzdem; obwohl es so ist. | Das Wetter war schlecht, dessen ungeachtet fand das Konzert im Freien statt. |
| eingangs | Am Anfang eines Textes oder einer Rede. | Wie eingangs erwähnt, endet die Sitzung heute früher. |
| fortwährend | Ständig, ohne Unterbrechung. | Das Telefon klingelte fortwährend, ich konnte nicht arbeiten. |
| gewissermaßen | In gewisser Weise; sozusagen. | Er ist gewissermaßen der heimliche Chef der Abteilung. |
| gleichwohl | Dennoch, trotzdem. | Die Aufgabe war schwierig, gleichwohl hat sie sie gelöst. |
| hierbei | Bei dieser Sache oder Gelegenheit. | Wir renovieren gerade das Bad; hierbei hilft uns ein Freund. |
| hierzu | Zu dieser Sache oder diesem Thema. | Hierzu möchte ich noch eine kurze Frage stellen. |
| im Zuge | Im Verlauf von; mit Genitiv gebraucht. | Im Zuge der Renovierung wurden auch die Fenster erneuert. |
| in Anbetracht | Wenn man etwas berücksichtigt; mit Genitiv gebraucht. | In Anbetracht der Wetterlage verschieben wir den Ausflug. |
| inmitten | Mitten in; umgeben von; mit Genitiv gebraucht. | Das Haus liegt inmitten eines großen Gartens. |
| insoweit | In diesem Maß; soweit es das betrifft. | Insoweit stimme ich Ihnen zu, aber nicht in allen Punkten. |
| jedweder | Jeder ohne Ausnahme (gehoben). | Die Organisation lehnt jedwede Form von Gewalt ab. |
| kraft | Aufgrund von; mit Genitiv gebraucht (Amtssprache). | Der Bürgermeister entschied kraft seines Amtes. |
| mitunter | Manchmal, gelegentlich. | Die Diskussionen im Team sind mitunter recht hitzig. |
| nunmehr | Jetzt; von jetzt an. | Das Geschäft ist nunmehr seit fünfzig Jahren in Familienbesitz. |
| obgleich | Obwohl; leitet einen Nebensatz ein. | Obgleich es regnete, gingen wir spazieren. |
| schlechthin | In reinster, typischer Form; nach einem Nomen gebraucht. | Paris gilt als die Stadt der Liebe schlechthin. |
| seinerzeit | Damals; zu jener Zeit. | Seinerzeit gab es im Dorf noch keinen Strom. |
| sozusagen | Wie man es nennen könnte; gewissermaßen. | Unsere Katze ist sozusagen ein Familienmitglied. |
| streng genommen | Wenn man es ganz genau betrachtet. | Streng genommen ist die Tomate ein Obst. |
| überdies | Außerdem; darüber hinaus. | Die Wohnung ist zu klein und überdies viel zu teuer. |
| unlängst | Vor kurzer Zeit. | Ich habe deine Schwester unlängst im Supermarkt getroffen. |
| unweigerlich | Ganz sicher, ohne dass man es verhindern kann. | Wer so schnell fährt, wird unweigerlich einen Unfall bauen. |
| vonseiten | Von jemandem ausgehend; mit Genitiv gebraucht. | Vonseiten der Eltern gab es viel Kritik an der neuen Regel. |
| vorab | Im Voraus; zuerst, bevor etwas anderes geschieht. | Ich schicke Ihnen die Unterlagen schon vorab per E-Mail. |
| vorerst | Zunächst; für die nächste Zeit. | Bis wir eine Wohnung finden, wohnen wir vorerst bei meinen Eltern. |
| weitestgehend | Fast vollständig; so weit wie möglich. | Die Renovierungsarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. |
| wenngleich | Obwohl; auch wenn. | Das Essen war gut, wenngleich etwas teuer. |
| wohlgemerkt | Wird eingeschoben, um etwas besonders zu betonen. | Er hat den Marathon geschafft, wohlgemerkt mit siebzig Jahren. |
| zeitweise | Für einige Zeit; ab und zu. | Die Straße ist wegen Bauarbeiten zeitweise gesperrt. |
| zugleich | Gleichzeitig; auch. | Sie ist Ärztin und zugleich Mutter von drei Kindern. |
| zuweilen | Manchmal; hin und wieder (gehoben). | Der Weg zum Gipfel ist zuweilen recht steil und rutschig. |
| zu Lasten | Auf Kosten von jemandem; zum Nachteil von jemandem. | Die Sparmaßnahmen gehen vor allem zu Lasten der Patienten. |
| auf Anhieb | Gleich beim ersten Versuch. | Sie hat die Fahrprüfung auf Anhieb bestanden. |
| auf Biegen und Brechen | Mit allen Mitteln, egal um welchen Preis. | Der Trainer wollte das Spiel auf Biegen und Brechen gewinnen. |
| aus dem Stegreif | Ohne Vorbereitung; spontan. | Der Bürgermeister hielt seine Rede ganz aus dem Stegreif. |
| unter Druck | In einer Lage, in der man sich gestresst oder gezwungen fühlt. | Kurz vor der Abgabe arbeitet sie am besten unter Druck. |
| im Nachhinein | Später, wenn etwas schon vorbei ist. | Im Nachhinein ist man immer klüger. |
| im Vorfeld | In der Zeit vor einem Ereignis. | Im Vorfeld der Konferenz gab es viele Gespräche hinter den Kulissen. |
| in Kauf nehmen | Einen Nachteil akzeptieren, um etwas anderes zu erreichen. | Für die schöne Aussicht sind wir bereit, einen langen Weg in Kauf zu nehmen. |
| zur Debatte stehen | Gerade diskutiert werden; als Möglichkeit geprüft werden. | Es ist unklar, ob der Bau des Stadions überhaupt noch zur Debatte steht. |
| zur Sprache bringen | Ein Thema in einem Gespräch ansprechen. | Ich möchte in der Sitzung ein heikles Thema zur Sprache bringen. |
| auf der Hand liegen | Ganz offensichtlich und klar sein. | Die Vorteile des neuen Systems liegen auf der Hand. |
| ins Gewicht fallen | Wichtig oder bedeutend sein. | Bei so einem großen Budget dürften die paar Euro kaum ins Gewicht fallen. |
| zum Tragen kommen | Wirksam werden; sich zeigen. | Bei der schwierigen Aufgabe konnte ihre Erfahrung endlich zum Tragen kommen. |
| in Frage stellen | Bezweifeln, ob etwas richtig oder sinnvoll ist. | Niemand wagte es, die Entscheidung des Chefs in Frage zu stellen. |
| unter die Lupe nehmen | Etwas sehr genau prüfen. | Die Verbraucherzentrale hat die Handyverträge genau unter die Lupe genommen. |
| den Ausschlag geben | Für eine Entscheidung entscheidend sein. | Am Ende hat ihre Erfahrung im Ausland den Ausschlag gegeben. |
| Bilanz ziehen | Die Ergebnisse von etwas zusammenfassen und bewerten. | Nach einem Jahr im Amt will die Bürgermeisterin Bilanz ziehen. |
| Rechnung tragen | Etwas berücksichtigen und angemessen darauf reagieren. | Das neue Gesetz soll den Bedürfnissen von Familien Rechnung tragen. |
| in Verruf geraten | Einen schlechten Ruf bekommen. | Durch den Skandal ist die ganze Branche in Verruf geraten. |
| die Abhandlung | Längerer wissenschaftlicher Text über ein bestimmtes Thema. | Der Professor schrieb eine Abhandlung über mittelalterliche Musik. |
| der Abriss | Das Niederreißen eines Gebäudes; auch: kurze Zusammenfassung. | Der Abriss des alten Kinos ist für Mai geplant. |
| die Anmerkung | Kurze Bemerkung oder Erklärung zu etwas. | Darf ich dazu noch eine kurze Anmerkung machen? |
| die Beweisführung | Die Darlegung von Argumenten und Belegen, um etwas zu beweisen. | Die Beweisführung der Staatsanwältin überzeugte das Gericht. |
| die Begriffsbestimmung | Die genaue Erklärung, was ein Fachwort bedeutet; Definition. | Am Anfang der Hausarbeit steht eine klare Begriffsbestimmung. |
| der Befund | Ergebnis einer Untersuchung, besonders einer ärztlichen. | Der Befund der Blutuntersuchung war zum Glück unauffällig. |
| die Datenerhebung | Das Sammeln von Informationen für eine Untersuchung. | Die Datenerhebung erfolgte über Online-Fragebögen. |
| die Fußnote | Anmerkung am unteren Rand einer Seite. | Die Quelle des Zitats steht in der Fußnote. |
| die Fachzeitschrift | Zeitschrift für ein bestimmtes Fachgebiet. | Ihr Artikel erschien in einer renommierten medizinischen Fachzeitschrift. |
| das Gremium | Gruppe von Personen, die gemeinsam berät oder entscheidet. | Ein Gremium aus fünf Experten wählt die Gewinner aus. |
| die Habilitation | Höchste akademische Prüfung, die zur Lehre an Universitäten berechtigt. | Nach der Promotion arbeitet sie jetzt an ihrer Habilitation. |
| die Hochschulreife | Schulabschluss, der zum Studium an einer Universität berechtigt. | Für dieses Studium brauchen Sie die allgemeine Hochschulreife. |
| der Lehrstuhl | Feste Stelle eines Professors an einer Universität. | Sie hat einen Lehrstuhl für Physik in Heidelberg. |
| die Methodik | Die Gesamtheit der Methoden in einer Untersuchung oder einem Fach. | Die Gutachter kritisierten die Methodik der Studie. |
| die Plausibilität | Eigenschaft, glaubhaft und nachvollziehbar zu sein. | Die Polizei prüft die Plausibilität seiner Aussage. |
| die Querverbindung | Verbindung zwischen verschiedenen Themen oder Bereichen. | Der Lehrer zeigt gern Querverbindungen zwischen Geschichte und Literatur auf. |
| das Resümee | Zusammenfassung; abschließende Bewertung. | Am Ende des Projekts zogen wir ein positives Resümee. |
| die Rezension | Kritische Besprechung eines Buches, Films oder Konzerts. | Die Rezension in der Zeitung lobte den Roman sehr. |
| die Stichprobe | Zufällig ausgewählter Teil einer Menge, der untersucht wird. | Bei einer Stichprobe fand der Zoll verbotene Waren im Koffer. |
| die Teilnehmerzahl | Die Anzahl der Menschen, die bei etwas mitmachen. | Die Teilnehmerzahl des Kochkurses ist auf zwölf begrenzt. |
| die Untersuchungsmethode | Verfahren, mit dem man etwas wissenschaftlich prüft. | Für die Studie wurde eine neue Untersuchungsmethode entwickelt. |
| die Variable | Eine veränderliche Größe, z. B. in Mathematik oder Statistik. | In dieser Gleichung steht x für eine unbekannte Variable. |
| die Versuchsanordnung | Der Aufbau eines wissenschaftlichen Experiments. | Die Versuchsanordnung wurde genau dokumentiert, damit andere sie wiederholen können. |
| die Wechselwirkung | Gegenseitige Beeinflussung von zwei oder mehr Dingen. | Das Medikament kann Wechselwirkungen mit anderen Mitteln haben. |
| das Wesensmerkmal | Eine typische, grundlegende Eigenschaft. | Neugier ist ein Wesensmerkmal kleiner Kinder. |
| der Widerhall | Echo; auch: Reaktion auf etwas. | Der Vorschlag fand in der Öffentlichkeit kaum Widerhall. |
| die Arbeitsmoral | Die Einstellung zur Arbeit und der Fleiß, mit dem man arbeitet. | Die Arbeitsmoral im Team hat nach den Entlassungen gelitten. |
| der Arbeitsausfall | Zeit, in der nicht gearbeitet werden kann, z. B. wegen Krankheit. | Die Grippewelle führte zu einem hohen Arbeitsausfall. |
| die Belastbarkeit | Fähigkeit, Stress oder Druck auszuhalten. | In der Stellenanzeige wird hohe Belastbarkeit verlangt. |
| die Entscheidungsfindung | Der Prozess, in dem man zu einem Entschluss kommt. | Alle Mitarbeiter wurden an der Entscheidungsfindung beteiligt. |
| die Führungsetage | Die Leitung eines Unternehmens. | In der Führungsetage sitzen immer noch wenige Frauen. |
| das Fingerspitzengefühl | Gespür dafür, wie man sich in heiklen Situationen richtig verhält. | Für diese Verhandlung braucht man viel Fingerspitzengefühl. |
| die Kehrseite | Rückseite; auch: die negative Seite einer Sache. | Die Kehrseite des Ruhms ist der Verlust der Privatsphäre. |
| das Kopfzerbrechen | Langes, angestrengtes Nachdenken über ein Problem. | Die Steuererklärung bereitet mir jedes Jahr Kopfzerbrechen. |
| der Leitfaden | Anleitung, die bei einer Aufgabe Orientierung gibt. | Der Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, wie man den Antrag stellt. |
| der Mehrwert | Zusätzlicher Nutzen; auch: Wertzuwachs. | Das neue Programm bietet den Kunden keinen echten Mehrwert. |
| der Nachholbedarf | Notwendigkeit, etwas Versäumtes nachzuholen. | Bei der Digitalisierung der Verwaltung gibt es großen Nachholbedarf. |
| der Quereinsteiger | Person, die ohne die übliche Ausbildung in einen anderen Beruf wechselt. | Viele Schulen stellen inzwischen Quereinsteiger als Lehrkräfte ein. |
| die Rückmeldung | Antwort oder Reaktion auf etwas; Feedback. | Vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung. |
| die Schlüsselqualifikation | Fähigkeit, die in vielen Berufen wichtig ist, z. B. Teamfähigkeit. | Kommunikationsfähigkeit gilt heute als wichtige Schlüsselqualifikation. |
| die Selbstdisziplin | Fähigkeit, sich selbst zu kontrollieren und Ziele konsequent zu verfolgen. | Beim Fernstudium braucht man viel Selbstdisziplin. |
| der Teufelskreis | Situation, in der ein Problem immer wieder neue Probleme verursacht. | Schulden und Arbeitslosigkeit bilden oft einen Teufelskreis. |
| die Umstrukturierung | Grundlegende Änderung des Aufbaus einer Organisation. | Nach der Umstrukturierung gibt es nur noch drei Abteilungen. |
| die Vertrauensfrage | Im Parlament: Abstimmung darüber, ob der Regierungschef noch die Mehrheit hat. | Der Kanzler stellte im Bundestag die Vertrauensfrage. |
| die Weichenstellung | Grundlegende Entscheidung für die zukünftige Entwicklung. | Die Wahl des Studienfachs ist eine wichtige Weichenstellung für das Leben. |
| die Zerreißprobe | Situation, die eine Beziehung oder Gruppe extrem belastet. | Der Streit um das Erbe wurde zur Zerreißprobe für die Familie. |
| die Bevölkerungsdichte | Die Zahl der Einwohner pro Quadratkilometer. | Die Bevölkerungsdichte ist in Städten viel höher als auf dem Land. |
| die Bürgerbeteiligung | Mitwirkung der Einwohner an politischen Entscheidungen. | Bei der Planung des neuen Parks setzt die Stadt auf Bürgerbeteiligung. |
| der Generationenvertrag | Prinzip, nach dem die Berufstätigen die Renten der Älteren bezahlen. | Weil die Gesellschaft altert, gerät der Generationenvertrag unter Druck. |
| die Gentrifizierung | Aufwertung eines Stadtviertels, durch die ärmere Bewohner verdrängt werden. | Durch die Gentrifizierung sind die Mieten im Viertel stark gestiegen. |
| die Ghettoisierung | Räumliche Abtrennung einer Bevölkerungsgruppe in bestimmten Vierteln. | Die Stadtplaner wollen eine Ghettoisierung der Neubausiedlung verhindern. |
| die Parallelgesellschaft | Gruppe, die abgeschottet nach eigenen Regeln neben der übrigen Gesellschaft lebt. | Gute Integrationsangebote sollen verhindern, dass eine Parallelgesellschaft entsteht. |
| die Radikalisierung | Entwicklung hin zu extremen Ansichten. | Lehrer sollen Anzeichen von Radikalisierung bei Jugendlichen früh erkennen. |
| der Extremismus | Haltung, die extreme politische Ziele verfolgt und die Demokratie ablehnt. | Die Stiftung engagiert sich gegen jede Form von Extremismus. |
| die Volksabstimmung | Abstimmung, bei der alle Bürger direkt über eine Sachfrage entscheiden. | In der Schweiz gibt es häufig eine Volksabstimmung über wichtige Themen. |
| der Volksentscheid | Entscheidung über ein Gesetz direkt durch die Bürger. | Die Bürger stimmten in einem Volksentscheid für den Erhalt des Parks. |
| das Wahlrecht | Das Recht, bei Wahlen seine Stimme abzugeben. | In Deutschland bekommt man das Wahlrecht für den Bundestag mit 18 Jahren. |
| das Wahlergebnis | Das Resultat einer Wahl. | Das vorläufige Wahlergebnis wird am späten Abend bekannt gegeben. |
| der Wahlsieger | Person oder Partei, die eine Wahl gewonnen hat. | Der Wahlsieger bedankte sich bei seinen Wählern. |
| die Wählerschaft | Alle Menschen, die eine Partei oder Person wählen. | Die Partei will eine jüngere Wählerschaft ansprechen. |
| der Spitzenkandidat | Person, die eine Partei als wichtigster Bewerber in eine Wahl führt. | Die Partei hat ihren Spitzenkandidat für die Landtagswahl bestimmt. |
| die Regierungsbildung | Die Zusammenstellung einer neuen Regierung nach einer Wahl. | Die Regierungsbildung dauerte nach der Wahl fast sechs Monate. |
| die Neuwahl | Erneute Wahl, oft vor dem regulären Termin. | Nach dem Bruch der Koalition wird es eine Neuwahl geben. |
| das Misstrauensvotum | Abstimmung im Parlament, mit der man einen Regierungschef absetzen kann. | Durch ein konstruktives Misstrauensvotum wurde der Kanzler abgelöst. |
| der Gesetzentwurf | Vorschlag für ein neues Gesetz. | Die Regierung legte dem Parlament einen Gesetzentwurf vor. |
| die Gesetzeslücke | Fall, den die geltenden Gesetze nicht regeln. | Die Firma nutzte eine Gesetzeslücke, um keine Steuern zu zahlen. |
| das Grundrecht | Ein in der Verfassung garantiertes Recht jedes Menschen. | Die Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. |
| die Verfassungswidrigkeit | Tatsache, dass etwas gegen das Grundgesetz verstößt. | Das Gericht stellte die Verfassungswidrigkeit des Gesetzes fest. |
| die Menschenwürde | Der Wert, den jeder Mensch allein durch sein Menschsein hat. | „Die Menschenwürde ist unantastbar“, heißt es im Grundgesetz. |
| die Strafverfolgung | Das Ermitteln und Anklagen von Straftaten durch den Staat. | Diplomaten sind im Gastland vor Strafverfolgung geschützt. |
| die Unschuldsvermutung | Grundsatz, dass jemand als unschuldig gilt, bis seine Schuld bewiesen ist. | Auch für Prominente gilt die Unschuldsvermutung. |
| der Freispruch | Urteil, mit dem ein Angeklagter nicht bestraft wird. | Der Prozess endete mit einem Freispruch aus Mangel an Beweisen. |
| die Berufung | Antrag auf Prüfung eines Urteils durch ein höheres Gericht; auch: innere Bestimmung. | Der Verurteilte will gegen das Urteil Berufung einlegen. |
| das Rechtsmittel | Möglichkeit, eine gerichtliche oder behördliche Entscheidung überprüfen zu lassen. | Gegen den Bescheid können Sie innerhalb eines Monats ein Rechtsmittel einlegen. |
| die Beweislast | Pflicht, die Richtigkeit einer Behauptung vor Gericht zu belegen. | Die Beweislast liegt in diesem Fall beim Kläger. |
| das Strafmaß | Die Höhe der Strafe. | Bei der Festlegung des Strafmaßes berücksichtigte der Richter das Geständnis. |
| die Resozialisierung | Wiedereingliederung von Straftätern in die Gesellschaft. | Ziel des Strafvollzugs ist die Resozialisierung der Gefangenen. |
| abwegig | Unwahrscheinlich und kaum vernünftig. | Der Gedanke, dass er gelogen hat, ist gar nicht so abwegig. |
| akribisch | Äußerst genau und sorgfältig. | Die Buchhalterin prüfte jede einzelne Rechnung akribisch. |
| anfechtbar | So, dass man es rechtlich angreifen kann. | Der Vertrag ist wegen eines Formfehlers anfechtbar. |
| ausgeprägt | Stark entwickelt und deutlich erkennbar. | Sie hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. |
| aussagekräftig | Mit klarer Aussage; viele Informationen liefernd. | Bitte senden Sie uns eine aussagekräftige Bewerbung mit Lebenslauf. |
| bahnbrechend | Völlig neu und von großer Bedeutung. | Die Erfindung des Buchdrucks war bahnbrechend. |
| differenziert | Fein unterscheidend; nicht pauschal. | Der Artikel bietet eine differenzierte Sicht auf das Thema. |
| einleuchtend | Leicht zu verstehen und überzeugend. | Ihre Erklärung für die Verspätung klingt einleuchtend. |
| exemplarisch | Als Beispiel dienend; beispielhaft. | Der Fall zeigt exemplarisch, wie Bürokratie Projekte bremst. |
| fragil | Zerbrechlich; empfindlich. | Der Frieden in der Region ist noch sehr fragil. |
| kontraproduktiv | Das Gegenteil von dem bewirkend, was man erreichen will. | Zu viel Druck ist beim Lernen kontraproduktiv. |
| sachdienlich | Nützlich für die Klärung eines Falls. | Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. |
| unumstritten | Von allen anerkannt; ohne Zweifel. | Ihre Kompetenz ist im ganzen Team unumstritten. |
| vorrangig | Wichtiger als anderes; zuerst zu behandeln. | Die Sicherheit der Kinder muss vorrangig behandelt werden. |
| folglich | Deshalb; als Ergebnis davon. | Der Zug hatte Verspätung, folglich kam ich zu spät zur Arbeit. |
| wahrnehmen | Mit den Sinnen bemerken. | Hunde können Geräusche wahrnehmen, die Menschen nicht hören. |
| umsetzen | Einen Plan oder eine Idee in die Tat bringen. | Jetzt müssen wir unsere Ideen auch umsetzen. |
| die Subvention | Geld vom Staat, mit dem bestimmte Bereiche unterstützt werden. | Ohne staatliche Subventionen könnten viele Bauernhöfe nicht überleben. |
| subventionieren | Etwas mit Geld vom Staat unterstützen. | Der Staat subventioniert den Kauf von Wärmepumpen. |
| die Konkurrenzfähigkeit | Die Fähigkeit, sich gegen andere Anbieter auf dem Markt durchzusetzen. | Neue Maschinen sollen die Konkurrenzfähigkeit der Firma verbessern. |
| tendenziell | Mit einer allgemeinen Neigung in eine Richtung. | Jüngere Menschen kaufen tendenziell mehr online. |
| infolgedessen | Aus diesem Grund; als Ergebnis davon. | Der Bus kam nicht, infolgedessen war ich zu spät. |
| der Verräter | Person, die das Vertrauen anderer missbraucht und sie ausliefert. | Der Verräter hatte die Pläne an den Feind verkauft. |
| die Gnade | Gunst eines Mächtigen; Nachsicht und Milde, die man nicht verdient hat. | Der König zeigte Gnade und ließ den Gefangenen frei. |
| der Fluch | Böser Wunsch, durch den Unheil über jemanden kommen soll; auch Schimpfwort. | Der Legende nach lastet ein Fluch auf dem verlassenen Schloss. |
| der Ruhm | Großes Ansehen und Bekanntheit, die man durch besondere Leistungen erwirbt. | Erst nach seinem Tod erlangte der Maler weltweiten Ruhm. |
| der Zorn | Heftiger, oft lauter Ärger über ein Unrecht. | Voller Zorn schlug er mit der Faust auf den Tisch. |
| versagen | Etwas nicht leisten können, was erwartet wird; auch nicht mehr funktionieren. | Bei der wichtigen Prüfung versagte er völlig. |
| das Gelächter | Lautes, anhaltendes Lachen, meist mehrerer Menschen. | Seine Bemerkung löste im Saal schallendes Gelächter aus. |
| der Verrat | Bruch des Vertrauens, indem man jemanden an seine Gegner ausliefert oder ein Geheimnis preisgibt. | Der Verrat an seinem besten Freund lastete schwer auf seinem Gewissen. |
Zehn Wörter am Tag: sieben neue, drei zur Wiederholung. Falsche Wörter kommen öfter wieder. Wenn du das ganze Niveau richtig hast, steigst du auf.